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	<title>akt</title>
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	<description>Akademie für Kunsttherapie</description>
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	<title>akt</title>
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	<item>
		<title>Warum es von Bedeutung ist, womit wir Kunst erzeugen</title>
		<link>https://www.akt-kunsttherapie.ac.at/warum-es-von-bedeutung-ist-womit-wir-kunst-erzeugen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Angela Olbrich]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 27 Apr 2026 19:52:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
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					<description><![CDATA[]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="eosb_row eos-row-not-full"><div class="eosb_column eosb_column_container padding-top eosb_col-sm-12 eos-col-1 eos-col-partial" ><div class="eosb_column-inner">
	<div style="color:#581341" class="eosb_text_column eosb_content_element " >
			<p><span style="font-size: 18pt;">Warum es von Bedeutung ist, womit wir Kunst erzeugen</span></p>

	</div>

	<div style="color:#581341" class="eosb_text_column eosb_content_element " >
			
	</div>
</div></div></div><div class="eosb_row eos-row-not-full"><div class="eosb_column eosb_column_container padding-top eosb_col-sm-12 eos-col-1 eos-col-partial" ><div class="eosb_column-inner">
	<div style="color:#581341" class="eosb_text_column eosb_content_element " >
			<p>Ich stelle zum ersten Mal ein Thema, mit dem ich mich seit Langem beschäftige, in einen anderen Kontext… in einen politischen, gesellschaftlichen und in einen, den die Situation unserer Erde schon lange erfordert.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Es handelt sich um ein sensibles Thema, das auf verschiedene Weise privat, individuell und persönlich scheint.</p>
<p>Aber, seien wir ehrlich: Was kann in solchen Zeiten schon wirklich persönlich sein?</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Ja, es sind in der Tat Fragen, die wir uns innerhalb einer bestimmten Blase mit spezifischen Voraussetzungen und entsprechenden Möglichkeiten stellen sollen/können/wollen. Aber eigentlich auch nicht, denn Entscheidungen zu treffen, die über den eigenen Tellerrand hinausgehen, sind nicht immer eine Frage der Möglichkeiten und/ oder der finanziellen Ressourcen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Oh ja, das ist gewagt, aber ich behaupte dennoch, dass uns trotz begrenzter finanzieller und anderer Ressourcen ein Handlungsspielraum bleibt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Also, worüber rede ich jetzt eigentlich…</p>
<p>Ich beziehe mich darauf, dass es von Bedeutung ist, was wir essen, womit wir reisen, wie wir konsumieren, was wir anziehen und entsprechend auch kaufen… Ich spreche davon, dass es mehr gibt als jeden einzelnen von uns, und dass es daher absolut nicht egal ist, womit wir unsere Kunst gestalten.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Mit welchen Materialien schaffe ich Kunst?</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Das klingt jetzt doch etwas extremer als beabsichtigt; ich wollte es nur sanft radikal formulieren (ansonsten verträgt es mein Waage-Aszendent nicht), aber ehrlich…</p>
<p>Nun, da ich die Lebensmitte hinter mir gelassen habe, kann ich vielleicht einfach meine Meinung äußern – auch wenn nicht jede/r damit einverstanden ist.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Bitte denkt darüber nach, welche Farben ihr für eure Kunst verwendet… bitte greift nicht zu den günstigsten Leinwänden und Farben beim Discount-Anbieter eurer Wahl, denn ja, es ist tatsächlich so, dass sie zu diesem Preis nur unter extrem schlechten Bedingungen für Mensch und Umwelt hergestellt worden sein können. Und sind daher schädlich für Mensch und Umwelt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Und falls das Argument doch wieder aufkommt, dass man sich das nicht leisten kann… weise ich darauf hin, dass es mit etwas Know-how und Zeit sogar kostengünstiger sein könnte… einige Holzleisten sind rasch zusammen genagelt, und ein altes Leintuch, T-Shirt oder Tischtuch kann aufgespannt als Leinwand verwendet werden.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Die Farben, ja, sie selbst zu machen erfordert etwas Zeit und Engagement, aber es ist nicht unmöglich und gelingt dann überall und mit wenigen Hilfsmitteln. Zudem gibt es bereits umweltfreundliche Alternativen aus der Tube zu kaufen. Ja, das stimmt, sie kosten wohl etwas mehr, aber vielleicht gilt dann die Prämisse Qualität vor Quantität?</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Natürlich ist das ein weiteres sensibles Thema, wie viel Kunst produziere ich?</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Aber ganz ehrlich, ich persönlich glaube nicht, dass meine Bilder für Jahrhunderte in den Sammlungen internationaler Museen bleiben werden…ich hoffe, dass das eine oder andere schon einen guten Platz gefunden hat und weitere Plätze noch finden werden, aber viele vielleicht nicht und dann entsorgt werden müssen. Meine Werke sind dann, wenn man die Heftklammern aus den Holzleisten entfernt, vollständig kompostierbar.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Zugegeben, das klingt jetzt wieder etwas extrem, aber wenn wir bei allem, was wir tun, das große Ganze im Blick behalten, sind solche Überlegungen unvermeidlich.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Einen weiteren Aspekt möchte ich noch hinzufügen, den ich bevor ich mich auf meinen persönlichen Weg der alternativen und nachhaltigen Kunstproduktion gemacht habe, nie vermutet hätte. Die Auseinandersetzung mit natürlichen Materialen schafft in jeglicher Form einen völlig neuen Bezug zu etwas davor nicht Beschreibbarem. „Diese Farben haben eine Seele“, so hat es eine Workshop-Teilnehmerin ausgedrückt und das sagt es wohl am treffendsten. So habe ich auf diesem Weg ungeahnte, sinnliche, erfüllende und ganzheitliche Erfahrungen in der Kunstproduktion gemacht, Achtung vor den Materialien und Wertschätzung für alte Techniken gelernt und viel Dankbarkeit für das, was die Natur schenkt und möglich macht.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Diese Gedankengänge sind selbstverständlich sehr individuell, ebenso wie die dazugehörigen Entscheidungen. Vielleicht inspirieren diese jedoch den einen oder die andere. Es</p>
<p>existieren auch bereits zahlreiche Optionen, um alternative, ökologische und nachhaltige Kunstproduktion zu erlernen oder weiter auszubauen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Mehr zu diesem Thema kann man aktuell auch hier erfahren:</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Besucht uns doch bitte gerne im</p>
<p>Pop Up Atelier und Workshop</p>
<p>„From Waste to Colour“</p>
<p><a href="https://wirtschaftsagentur.at/termine-events-workshops/workshop-from-waste-to-colour/">https://wirtschaftsagentur.at/termine-events-workshops/workshop-from-waste-to-colour/</a></p>
<p>im Rahmen der Klimabiennale</p>
<p><a href="https://www.biennale.wien/">https://www.biennale.wien/</a></p>

	</div>

	<div style="color:#581341" class="eosb_text_column eosb_content_element " >
			
	</div>
<div class="eosb_empty_space  eosb_medium_space"   style="height: 32px" ><span class="eosb_empty_space_inner"></span></div>
</div></div></div><div class="eosb_row eos-row-not-full"><div class="eosb_column eosb_column_container padding-top eosb_col-sm-12 eos-col-1 eos-col-partial" ><div class="eosb_column-inner">
	<div style="color:#581341" class="eosb_text_column eosb_content_element " >
			<p>©AngelaOLBRICH2026</p>

	</div>
</div></div></div>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>FAQ- Wie unterstützt Kunsttherapie den Heilungsprozess?</title>
		<link>https://www.akt-kunsttherapie.ac.at/faq-wie-unterstuetzt-kunsttherapie-den-heilungsprozess/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Lilian Fritz]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 10 Apr 2026 15:09:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.akt-kunsttherapie.ac.at/?p=1292</guid>

					<description><![CDATA[]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="eosb_row eos-row-not-full"><div class="eosb_column eosb_column_container padding-top eosb_col-sm-12 eos-col-1 eos-col-partial" ><div class="eosb_column-inner">
	<div style="color:#581341" class="eosb_text_column eosb_content_element " >
			
	</div>
</div></div></div><div class="eosb_row eos-row-not-full"><div class="eosb_column eosb_column_container padding-top eosb_col-sm-12 eos-col-1 eos-col-partial" ><div class="eosb_column-inner">
	<div style="color:#581341" class="eosb_text_column eosb_content_element " >
			<blockquote>
<p class="p1">„In der Kunsttherapie steht die kreative und schöpferische Ausdrucks- und Gestaltungskraft, die jeden Menschen wesentlich ausmacht, im Zentrum der therapeutischen Begleitung. Inneres wird sinnlich konkret ausgestaltet, wahrgenommen und bearbeitet. Es wird emotional und körperlich erfahrbar, kommunizierbar und aus sich selbst heraus veränderbar“</p>
<p class="p1">(FRITZ-IPSMILLER 2004/1, 1).</p>
</blockquote>

	</div>

	<div style="color:#581341" class="eosb_text_column eosb_content_element " >
			<p class="text-md font-regular leading-&#091;24px&#093; pb-xxs pt-&#091;9px&#093;">Heilung heißt für uns in der Kunsttherapie nicht, das Erlebte und Erlittene ungeschehen zu machen, sondern vielmehr eine Integration dessen. In der Kunsttherapie vollzieht sich diese Integration im Raum der sicheren therapeutischen Beziehung über die Wirkweise der Kunst (Kunst-und Kreativitätsparameter nach H.Fritz-Ipsmiller), über das &#8222;Dritte&#8220; in der Kunsttherapie (vgl.P.Sinapius) und über sogenannte Bottom-up-Prozesse.</p>
<p class="text-md font-regular leading-&#091;24px&#093; pb-xxs pt-&#091;9px&#093;">Bottum-up-Prozesse wirken direkt auf die impliziten Gedächtnissysteme ein, die eng mit dem Hirnstamm und subkortikalen Strukturen verbunden sind.</p>
<p class="text-md font-regular leading-&#091;24px&#093; pb-xxs pt-&#091;9px&#093;">Wissenschaftliche Forschung, etwa von Bessel van der Kolk („The Body Keeps the Score“), weist darauf hin, dass beispielweise traumatische oder sehr frühe Erfahrungen nicht im expliziten, sprachgebundenen Gedächtnis, sondern als nonverbale, sinnlich verkörperte Eindrücke gespeichert werden – Bereiche also, die dem bewussten Zugriff weitgehend entzogen sind.</p>
<p class="text-md font-regular leading-&#091;24px&#093; pb-xxs pt-&#091;9px&#093;">Die ganzheitlich Kunsttherapie setzt deshalb gezielt auf sinnliche und körperbezogene Erfahrungen, um diese Schichten des impliziten Gedächtnisses zu erreichen. Dadurch werden Prozesse angestoßen, die unabhängig vom rationalen Verstehen wirksam sein können. so geschieht Integration tatsächlich oft auch leise, ohne Worte &#8211; im Stillen!</p>
<p class="text-md font-regular leading-&#091;24px&#093; pb-xxs pt-&#091;9px&#093;">Die künstlerischen Prozesse ermöglichen weiters ein &#8222;beobachtendes Gewahrsein&#8220; – ein achtsames Wahrnehmen beispielweise der eigenen inneren Anteile, ohne sich mit destruktiven Aspekten, Leid oder Krankheit zu identifizieren.</p>
<p class="text-md font-regular leading-&#091;24px&#093; pb-xxs pt-&#091;9px&#093;">Studien belegen, dass ein solcher Zugang die Fähigkeit fördern kann, Abstand zu belastenden Erfahrungen zu gewinnen und neue Perspektiven zu entwickeln.</p>
<p class="text-md font-regular leading-&#091;24px&#093; pb-xxs pt-&#091;9px&#093;">Im kunsttherapeutischen Kontext stärken kreative Prozesse nachweislich Resilienz sowie das Gefühl von Selbstwirksamkeit und Kohärenz – selbst, wenn eine Erkrankung weiterhin Teil des Lebens bleibt. So eröffnet Kunsttherapie einen Raum, in dem wir unsere Rolle als schöpferische Gestalter*innen unseres Lebens wiederentdecken und festigen können.</p>
<p>Kunsttherapie ist seit längerem auch im klinischen Setting – etwa in der Geriatrie, der Psychiatrie, der Psychosomatik und der Onkologie – ein sehr geschätzter Bestandteil multiprofessioneller Teams und bereichert den Heilungsweg von Patient*innen und Klient*innen!</p>

	</div>

	<div style="color:#581341" class="eosb_text_column eosb_content_element " >
			
	</div>

	<div style="color:#581341" class="eosb_text_column eosb_content_element " >
			<blockquote>
<p class="p1">„(…)uns heranzuführen an das Schöne, das Wahre, das Gute von uns selbst“ und „das ist der Beginn der Kunst“</p>
<p class="p1">(FRITZ-IPSMILLER, 2011, 8).</p>
</blockquote>
<h3 class="font-semibold pdf-heading-class-replace pb-xxs text-lg leading-&#091;30px&#093; &#091;&amp;:not(:first-child)&#093;:pt-&#091;15px&#093; &#091;&amp;_.underline&#093;:underline-offset-&#091;6px&#093; &#091;&amp;_a&#093;:underline-offset-&#091;6px&#093;"></h3>

	</div>
<div class="eosb_empty_space  eosb_medium_space"   style="height: 32px" ><span class="eosb_empty_space_inner"></span></div>
</div></div></div><div class="eosb_row eos-row-not-full"><div class="eosb_column eosb_column_container padding-top eosb_col-sm-12 eos-col-1 eos-col-partial" ><div class="eosb_column-inner">
	<div style="color:#581341" class="eosb_text_column eosb_content_element " >
			<p>©LilianFRITZ2026</p>

	</div>
</div></div></div>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Ein Meilenstein in der Geschichte der Kunsttherapie in Österreich</title>
		<link>https://www.akt-kunsttherapie.ac.at/ein-meilenstein-in-der-geschichte-der-kunsttherapie-in-oesterreich/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Lilian Fritz]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 27 Mar 2026 21:30:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.akt-kunsttherapie.ac.at/?p=1269</guid>

					<description><![CDATA[]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="eosb_row eos-row-not-full"><div class="eosb_column eosb_column_container padding-top eosb_col-sm-12 eos-col-1 eos-col-partial" ><div class="eosb_column-inner">
	<div style="color:#581341" class="eosb_text_column eosb_content_element " >
			<blockquote>
<p class="p1">KunsttherapeutInnen unterstützen den Menschen in seiner grundlegenden Ausdrucks- und Gestaltungsfähigkeit, in der die Ressourcen zur Transformation von erlebten Störungen liegen. Durch die Aktivierung des Menschen in seiner leiblichen, seelischen und geistigen Ganzheit wird die Rehabilitation und Wiederherstellung des kreativen, schöpferischen Vermögens zur Lebensgestaltung bewirkt“</p>
</blockquote>
<p class="p1">(Mag.art.Harald FRITZ-IPSMILLER,2004)</p>

	</div>

	<div style="color:#581341" class="eosb_text_column eosb_content_element " >
			
	</div>
</div></div></div><div class="eosb_row eos-row-not-full"><div class="eosb_column eosb_column_container padding-top eosb_col-sm-12 eos-col-1 eos-col-partial" ><div class="eosb_column-inner">
	<div style="color:#581341" class="eosb_text_column eosb_content_element " >
			<p data-pm-slice="1 1 &#091;&#093;">Ein großer Meilenstein in der Geschichte der Kunsttherapie ist eine wissenschaftliche Studie aus dem Jahr 2020, die nun belegt, dass Kunsttherapie ein eigenständiges und abgegrenzte therapeutisches Verfahren ist.</p>
<p>Diese Studie verdanken wir der beharrlichen Arbeit von den zwei ehemaligen Obfrauen des Österreichischen Berufsverbands für Kunsttherapie (ÖBKT) &#8211; Frau Mag.Monika Hipsch und Frau Edith Sandhofer-Malli.</p>

	</div>

	<div style="color:#581341" class="eosb_text_column eosb_content_element " >
			<p class="p1">Im folgenden zitiere ich aus dem Bericht des GÖG, Gesundheit Österreich;</p>
<p class="p1">Kern, Daniela; Valady, Sonja (2020): Kunsttherapie im Vergleich: Einordnung, Ausbildung und Regelung. Gesundheit Österreich, Wien</p>
<p class="p1">Im Auftrag des Bundesministeriums für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz, Wien, März 2020</p>
<blockquote>
<p class="p1">Die Gesundheit Österreich GmbH (GÖG) wurde vom Bundesministerium für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz (BMSGPK) beauftragt, eine mögliche Einordnung der Kunsttherapeutinnen/-therapeuten in die bestehenden (Gesundheits-)Berufe aus unterschiedlichen Perspektiven zu analysieren. Weiters sollte geprüft werden, welcher Qualifikationsbedarf im Bereich Kunsttherapie besteht und wie Kunsttherapie in anderen europäischen Ländern geregelt ist.</p>
</blockquote>
<p>(Kern, Valady, 2020,3)</p>

	</div>

	<div style="color:#581341" class="eosb_text_column eosb_content_element " >
			<p><span style="font-size: 14pt;">Kompetenzbereiche der ganzheitliche Kunsttherapie</span></p>

	</div>

	<div style="color:#581341" class="eosb_text_column eosb_content_element " >
			<div><b>In diesem Bericht findet sich folgende Berufsbeschreibung:</b></div>
<blockquote>
<div><span class="bold"><strong>Die Kunsttherapie ist eine eigenständige, wissenschaftlich-künstlerisch-kreative und ausdrucksfördernde Therapiefor</strong>m</span> und wird als Gesundheitsberuf ausgeübt. Sie umfasst die bewusste und geplante Behandlung von Menschen, insbesondere mit emotional, somatisch, intellektuell oder sozial bedingten Verhaltensstörungen und Leidenszuständen, durch den Einsatz kunsttherapeutischer Mittel in einer therapeutischen Beziehung zwischen einer/einem oder mehreren Be-</div>
<div>handelten und einer/einem oder mehreren Behandelnden mit dem Ziel</div>
<div>Symptomen vorzubeugen, diese zu mildern oder zu beseitigen oder gestörte Verhaltensweisen und Einstellungen zu ändern oder die Entwicklung, Reifung und Gesundheit der/des Behandelten zu fördern und zu erhalten oder wiederherzustellen.</div>
<div>&nbsp;</div>
<p><b>Die Ausübung des kunsttherapeutischen Berufs besteht in der berufsmäßigen Ausführung der im Abs. 1 umschriebenen Tätigkeiten, insbesondere zum Zweck der</b></p>
<div>&nbsp;</div>
<div>1. Prävention einschließlich Gesundheitsförderung,</div>
<div>&nbsp;</div>
<div>2. Behandlung akuter und chronischer Erkrankungen,</div>
<div>&nbsp;</div>
<div>3. Rehabilitation,</div>
<div>&nbsp;</div>
<div>4. Förderung sozialer Kompetenzen sowie</div>
<div>&nbsp;</div>
<div>5. Lehre und Forschung.</div>
</blockquote>
<div>(Kern, Valady, 2020, 44)</div>

	</div>
<div class="eosb_empty_space  eosb_medium_space"   style="height: 32px" ><span class="eosb_empty_space_inner"></span></div>

	<div style="color:#581341" class="eosb_text_column eosb_content_element " >
			<blockquote><p><span style="font-size: 14pt;">&#8222;Der künstlerische Prozeß ist letztlich nichts anderes als ein intimes Selbstgespräch, in welchem der Klient seine ganz eigenen Lebensfragen und –antworten erst einmal zu formulieren beginnt.&#8220;</span></p>
<p>(Mag.art. Harald Fritz-Ipsmiller, 2004)</p></blockquote>

	</div>

	<div style="color:#581341" class="eosb_text_column eosb_content_element " >
			<div>Weiters steht beschrieben, dass es ein abgegrenztes Tätigkeitsfeld der Kunsttherapeut*innen auszumachen ist:</div>
<blockquote>
<div>(3) Die berufsmäßige Ausübung der Kunsttherapie ist den Kunsttherapeut*innen vorbehalten.</div>
<div>Anderen Personen als diesen ist die berufsmäßige Ausübung der Kunsttherapie verboten.</div>
<div>Berufsmäßige Ausübung (Berufsausübung) der Kunsttherapie liegt vor, wenn Kunsttherapie regelmäßig und in der Absicht betrieben wird, einen Ertrag oder sonstigen wirtschaftlichen Vorteil zur Schaffung und Erhaltung einer Lebensgrundlage einschließlich einer nebenberuflichen Einkommensquelle zu erzielen.</div>
</blockquote>
<blockquote>
<div>(4) <b>Die Berufsausübung der Kunsttherapie besteht in der eigenverantwortlichen Ausführung der im Abs. 1 umschriebenen Tätigkeiten, unabhängig davon, ob diese freiberuflich oder im Rahmen eines Arbeitsverhältnisses ausgeübt werden.</b></div>
<div>Zielgruppen und Arbeitsfelder</div>
<div>Kunsttherapeut*innen begleiten Menschen jeden Alters bei somatischen, psychosomatischen und psychischen Problemen, insbesondere</div>
<div>» in Krankheits- und Krisensituationen,</div>
<div>» in krankheitsbedingten Veränderungssituationen,</div>
<div>» mit Anpassungs- und Entwicklungsstörungen,</div>
<div>» zur Förderung individueller und sozialer Gesundheit (Prävention),</div>
<div>» zur Stärkung der Resilienz,</div>
<div>» im Einzel- und/oder Gruppensetting.</div>
<div>Je nach Arbeitsfeld ist Kunsttherapie ein eigenständiges Therapieangebot oder ergänzt andere Behandlungsformen.</div>
<div>
<p>Gesundheitsfördernd und präventiv eingesetzt, unterstützt die Kunsttherapie eine gesunde Entwicklung von Menschen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><b>Kunsttherapeut*innen sind selbstständig mit eigener Praxis tätig, bzw. arbeiten sie auf Basis von Werksverträgen oder im Angestelltenverhältnis im multiprofessionellen Team.</b></p>
</div>
<div>Auftraggeber bzw. Arbeitgeber können sein:</div>
<div>Privatpersonen, Kliniken, Tageskliniken, Ambulatorien, Spitäler, Rehabilitationszentren, Palliativzentren, Pflegeheime, psychosoziale Betreuungszentren, Gemeinschaftspraxen, des Weiteren auch</div>
<div>» heil- und sonderpädagogische Institutionen,</div>
<div>» soziale und kulturelle Institutionen,</div>
<div>» Schulen und pädagogische Institutionen,</div>
<div>» Strafvollzugseinrichtungen und</div>
<div>» Privatpraxen.</div>
<div>Kunsttherapeut*innen sind nicht zu medizinischer, psychologischer und psychotherapeutischer Diagnostik und Behandlung befugt.</div>
<p class="yiv9864279831ydp970502dbyiv0538597521x_ydp3d3aef00yiv7680559006p1">
</blockquote>
<p>(Kern, Valady, 2020, 44)</p>

	</div>

	<div style="color:#581341" class="eosb_text_column eosb_content_element " >
			<div>Weiters beschreiben die Autorinnen die unterschiedlichen Anwendungsgebiete der Kunsttherapie einerseits im präventiven, andererseits auch in der Unterstützung und Ergänzung der allgemeinen medizinischen Versorgung:</div>
<div>&nbsp;</div>
<blockquote>
<div><b>(1)Kunsttherapie als präventive Therapieform ohne spezielle fachärztliche Begleitung:</b></div>
<div>Kunsttherapie wird überall dort angeboten, wo Menschen</div>
<div>Belastungssituationen ausgesetzt sind:</div>
<div>» Selbsterfahrung (Selbstbild und Fremdbild)</div>
<div>» Trauer</div>
<div>» Missbrauch/Gewalterfahrung</div>
<div>» soziale Integration / Migration / interkulturelle Begegnungen</div>
<div>» Teamentwicklung</div>
<div>» Social Skills</div>
<div>» Mobbingvermeidung</div>
<div>» familiäre Problembewältigung</div>
<div>» Scheidungssituation</div>
<div>» Menschen in Veränderungssituationen (berufliche Neuorientierung, Trennung, Pensionierung …)</div>
<div>» Schul- und Prüfungsängste</div>
<div>
<p>» Einsamkeit, Isolation, Schlafstörungen, Hochsensibilität etc.</p>
<p><b>(2) Kunsttherapie als unterstützende und begleitende Therapie in Ergänzung der allgemeinen medizinischen Versorgung:</b></p>
</div>
<div><b>Kunsttherapie wird im Zusammenwirken mit Ärztinnen/Ärzten </b></div>
<div><b>(Fachärztinnen/-ärzten: z. B. Psychiaterinnen/Psychiatern), Psychologinnen/Psychologen, Pädagoginnen/Pädagogen, Psychotherapeutinnen/Psychotherapeuten etc. angeboten und als ergänzende Therapieform eingesetzt, ins-besondere dort, wo der nonverbale Zugang der Kunsttherapie Vorteile bringt, etwa bei dauernd oder vorübergehend eingeschränkter Verbalkommunikation, etwa bei&#8230;</b></div>
<div>» posttraumatischen Belastungsstörungen,</div>
<div>» Sucht, Essstörungen,</div>
<div>» Psychosen (z. B. Schizophrenie, bipolare Störungen),</div>
<div>» Persönlichkeitsentwicklungsstörungen (je nach Schweregrad),</div>
<div>» alten und betagten Menschen mit neuropathologischen Hirnveränderungen (z. B. Morbus, Alzheimer, demenzielle Erkrankungen),</div>
<div>» Menschen mit fortschreitendem malignem Krankheitsverlauf (Krebs, multiple Sklerose,Morbus Parkinson, Polyneuropathie, Aids u. a.),</div>
<div>» Neurologie und Rehabilitation, z. B. Schlaganfall, Schädel-Hirn-Trauma (insbesondere mit organischem Psychosyndrom),</div>
<div>» Menschen mit besonderen Bedürfnissen (Behinderung, Unfallfolgen …)</div>
<div>» psychosozialer Versorgung in der Palliativmedizin,</div>
<div>» Angehörigen von Menschen mit diversen Krankheitsbildern,</div>
<div>» Burnout,</div>
<div>» Traumata,</div>
<div>» Depressionen, Neurosen, Ängste und Panikattacken, Störungen in der Persönlichkeitsentwicklung.</div>
<div>&nbsp;</div>
</blockquote>
<div>&nbsp;</div>

	</div>

	<div style="color:#581341" class="eosb_text_column eosb_content_element " >
			<div><b>Weiters beschreiben die Autorinnen die Grundlagen, Ziele und Wirkungsweisen von Kunsttherapie</b></div>
<blockquote>
<div>(1) Kunsttherapie aller Fachrichtungen stützt sich auf humanistische, medizinische, künstlerische, psychologische und anthroposophische Konzepte und Menschenbilder. Ihnen gemeinsam ist die Integration einer somatischen, psychischen und sozialen Dimension bei der Klientenbegleitung und Therapiefindung. Kunsttherapeutinnen/-therapeuten setzen spezifische kunsttherapeutische Mittel und Methoden ein, um Menschen in Krankheits- und Krisensituationen sowie in Veränderungsprozessen zu begleiten und zu unterstützen und in deren Gesundheit zu stärken. Die Berufshandlungen erfolgen gemäß den individuellen Bedürfnissen der Klientinnen/Klienten und mit zielorientierten Interventionen.</div>
</blockquote>
<div>&nbsp;</div>
<blockquote>
<div><b>(2) Ziel kunsttherapeutischen Handelns ist die Stärkung der Fähigkeit zur Selbstregulation auf körperlicher, psychischer und sozialer Ebene. Kunsttherapie aktiviert Selbstheilungskräfte und unterstützt persönliche Entwicklungsprozesse.</b></div>
<div>Kunsttherapie sensibilisiert und fördert die Wahrnehmung innerer und äußerer Vorgänge und macht das eigene kreative Potenzial bewusst. Kunsttherapeutische Interventionen verhelfen zu Einsichten in das eigene Lebenskonzept, erweitern die Kenntnis der eigenen Ressourcen und schaffen Handlungsspielraum im Umgang mit anderen Menschen. Der Transfer eigener Erfahrungen und Erkenntnisse aus kunsttherapeutischen Prozessen in den beruflichen und privaten Alltag ist ein zentrales Anliegen.</div>
</blockquote>
<div>&nbsp;</div>
<blockquote>
<div><b>(3) Grundlagen jeder Kunsttherapie sind</b></div>
<div>» die therapeutische Beziehung,</div>
<div>» die Mittel und Wirkungen der kunsttherapeutischen Methoden und Materialien,</div>
<div>» der therapeutische Ablauf mit Gespräch, Gestaltungsprozess und Ausdruck von Gefühlen und</div>
<div>» die gestalterische Arbeit mit inneren Bildern, Vorstellungen und Dynamiken.</div>
<div>In der Auseinandersetzung mit den eigenen Anliegen erlebt die Klientin / der Klient im kunsttherapeutischen Setting durch den schöpferischen Umgang mit dem Material unmittelbar die Konsequenzen des eigenen Handelns. Die Sichtbarmachung innerer Bilder und die sinnesanregenden</div>
<div>Erfahrungen im schöpferisch-kreativen Prozess stärken die Fähigkeit, auf innere und äußere Umstände Einfluss zu nehmen.</div>
<div>Kunsttherapie weckt Spiel- und Gestaltungsfreude und somit den subjektiven Erlebnisraum und ermöglicht so Erkenntnisse auf ganzheitlicher Ebene (Geist, Körper, Seele). Die Fähigkeit zur bewussten Wahrnehmung von Zusammenhängen zwischen Gedanken und Körperempfindungen</div>
<div>stärkt die Beziehungsfähigkeit zu sich selbst und folglich zur Umwelt.</div>
<div>Kunsttherapie setzt alle Mittel der bildenden Kunst situativ ein.</div>
<div>Die Arbeit verläuft im Wechsel zwischen praktischem Tun und distanzierender Wahrnehmung.</div>
<div>Die begleitende Kunsttherapeutin /Der begleitende Kunsttherapeut unterstützt die orientierende Reflexion der Prozesse.</div>
</blockquote>
<div>&nbsp;</div>
<blockquote>
<div><b>(4) <strong>Charakteristische Wirkungen der Kunsttherapie umfassen insbesondere</strong></b></div>
<div>» Entlastung und Entspannung,</div>
<div>» Selbsterkenntnis,</div>
<div>» Distanzierung vom Problem und Erweiterung von Handlungsspielräumen,</div>
<div>» Problemlösung,</div>
<div>» Verarbeitung negativer Erlebnisse,</div>
<div>» Gewinnen an Selbstvertrauen,</div>
<div>» Selbstwertstärkung,</div>
<div>» Zurückgewinnen von Lebensfreude,</div>
<div>» Sinnfindung,</div>
<div>» Verbesserung des Kommunikationsverhaltens und somit der Beziehungen,</div>
<div>» Steigerung der Lebensqualität,</div>
<div>» Aktivieren von Ressourcen und Selbstheilungskräften,</div>
<div>» Neubewertung und Neugestaltung von Lebensbereichen.</div>
<div>&nbsp;</div>
</blockquote>
<div>(Kern, Valady, 2020, 45)</div>

	</div>

	<div style="color:#581341" class="eosb_text_column eosb_content_element " >
			<p class="p1">Am Ende des Berichts beschreiben die Autorinnen das Ziel kunsttherapeutischen Handelns als&#8230;</p>
<blockquote>
<p class="p1">die Stärkung der Fähigkeit zur Selbstregulation auf körperlicher, psychischer und sozialer Ebene. Kunsttherapie aktiviert Selbstheilungskräfte und unterstützt persönliche Entwicklungsprozesse. Kunsttherapie sensibilisiert und fördert die Wahrnehmung innerer und äußerer Vorgänge und macht das eigene kreative Potenzial bewusst. Kunsttherapeutische Interventionen verhelfen zu Einsichten in das eigene Lebenskonzept, erweitern die Kenntnis der eigenen Ressourcen und schaffen Handlungsspielraum im Umgang mit anderen Menschen. Der Transfer eigener Erfahrungen und Erkenntnisse aus kunsttherapeutischen Prozessen in den beruflichen und privaten Alltag ist ein zentrales Anliegen.</p>
<p class="p1">(3) Grundlagen jeder Kunsttherapie sind</p>
<p class="p1">» die therapeutische Beziehung,</p>
<p class="p1">» die Mittel und Wirkungen der kunsttherapeutischen Methoden und Materialien,</p>
<p class="p1">» der therapeutische Ablauf mit Gespräch, Gestaltungsprozess und Ausdruck von</p>
</blockquote>
<p>(Kern, Valady, 2020, 46)</p>

	</div>

	<div style="color:#581341" class="eosb_text_column eosb_content_element " >
			<p class="p1">Und so kommen die Autorinnen zu folgenden Schlussfolgerungen und Empfehlungen bezüglich möglicher Regelungen</p>
<blockquote>
<p class="p2">Auf Basis der vorliegenden Ergebnisse und im internationalen Vergleich kann die Kunsttherapie als eigenständige Therapieform betrachtet werden. Auch eine Regelung als Gesundheitsberuf ist grundsätzlich zu rechtfertigen: Ihre Einsatzbereiche und Tätigkeitsfelder liegen nicht nur in Österreich, sondern in sämtlichen anderen europäischen Ländern schwerpunktmäßig in Gesundheitseinrichtungen. In Großbritannien und in der Schweiz ist Kunsttherapeut/-in daher auch als „Gesundheitsberuf“ geregelt.</p>
</blockquote>
<p>(Kern, Valady, 2020, 48)</p>
<h3 class="font-semibold pdf-heading-class-replace pb-xxs text-lg leading-&#091;30px&#093; &#091;&amp;:not(:first-child)&#093;:pt-&#091;15px&#093; &#091;&amp;_.underline&#093;:underline-offset-&#091;6px&#093; &#091;&amp;_a&#093;:underline-offset-&#091;6px&#093;"></h3>

	</div>

	<div style="color:#581341" class="eosb_text_column eosb_content_element " >
			<p class="p2">________________________________________________________________________________</p>
<p>Quelle:</p>
<ul class="ul1">
<li class="li3">
<p class="p1">Kern, Daniela; Valady, Sonja (2020): Kunsttherapie im Vergleich: Einordnung, Ausbildung und Regelung. Gesundheit Österreich, Wien</p>
</li>
</ul>
<p class="p1"><span style="font-size: 1rem;">(https://www.ikt.or.at/wp-content/uploads/2025/11/GOeG-Bericht-Kunsttherapie-im-Vergleich.pdf)</span></p>

	</div>
<div class="eosb_empty_space  eosb_medium_space"   style="height: 32px" ><span class="eosb_empty_space_inner"></span></div>
</div></div></div><div class="eosb_row eos-row-not-full"><div class="eosb_column eosb_column_container padding-top eosb_col-sm-12 eos-col-1 eos-col-partial" ><div class="eosb_column-inner">
	<div style="color:#581341" class="eosb_text_column eosb_content_element " >
			<p>Dieses Paper ist ein Grund zum Feiern für die Kunsttherapie in Österreich.</p>
<p>Dank gilt all den Pionier*innen, die sich seit vielen Jahren unermüdlich für die Kunsttherapie einsetzen. Dank gilt den zwei ehemaligen Obfrauen des östereichischen Berufsverbandes (ÖBKT)- Frau Mag.Monika Hipsch und Frau Edith Sandhofer-Malli für ihr Dranbleiben.</p>

	</div>
<div class="eosb_empty_space  eosb_medium_space"   style="height: 32px" ><span class="eosb_empty_space_inner"></span></div>
</div></div></div><div class="eosb_row eos-row-not-full"><div class="eosb_column eosb_column_container padding-top eosb_col-sm-12 eos-col-1 eos-col-partial" ><div class="eosb_column-inner">
	<div style="color:#581341" class="eosb_text_column eosb_content_element " >
			<p>©LilianFRITZ2026</p>

	</div>
</div></div></div>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Die Alchemie der Erde: Die Kunst des langsamen Gestaltens</title>
		<link>https://www.akt-kunsttherapie.ac.at/faq-wie-unterstuetzt-kunsttherapie-den-heilungsprozess-2/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Lilian Fritz]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 27 Mar 2026 20:28:22 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.akt-kunsttherapie.ac.at/?p=1354</guid>

					<description><![CDATA[]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="eosb_row eos-row-not-full"><div class="eosb_column eosb_column_container padding-top eosb_col-sm-12 eos-col-1 eos-col-partial" ><div class="eosb_column-inner">
	<div style="color:#581341" class="eosb_text_column eosb_content_element " >
			
	</div>
</div></div></div><div class="eosb_row eos-row-not-full"><div class="eosb_column eosb_column_container padding-top eosb_col-sm-12 eos-col-1 eos-col-partial" ><div class="eosb_column-inner">
	<div style="color:#581341" class="eosb_text_column eosb_content_element " >
			<blockquote><p><span class="eos-font-signature italic" style="font-size: 14pt;">&#8222;Zu wissen, dass du die Erde liebst, verändert dich, aktiviert dich, sie zu verteidigen, zu schützen und zu feiern. Aber wenn du fühlst, dass die Erde dich im Gegenzug liebt, verwandelt dieses Gefühl die Beziehung von einer Einbahnstraße in eine heilige Verbindung.&#8220;</span></p>
<p>(Robin Wall Kimmerer)</p></blockquote>

	</div>

	<div style="color:#581341" class="eosb_text_column eosb_content_element " >
			<p><span style="font-size: 18pt;">DIE ERDE ALS ATELIER &#8211; EINE REISE ZU DEN PIGMENTEN</span></p>
<p>Die Beschäftigung mit Farben aus Erden und Pflanzen, die alchemistisch anmutenden Prozesse der Gewinnung von Pigmenten und das Arbeiten damit in der eigenen kreativen Praxis ist für mich wie eine inniger Prozess des Verwebens und Verbindens mit der Landschaft, die mich umgibt.</p>
<p>Es ist mehr als die einzelnen Schritte und Handlungen, die ich dabei ausführe und auch mehr, als die Werke, die dabei entstehen…</p>
<p>Die Prozesse des Hinausgehens in &#8222;meine Landschaft&#8220;, der Begegnung mit Pflanzen, Erden und Steinen, das Arbeiten und Anknüpfen an altem Wissen, das Anwenden von Erprobten sowie die vielen Experimente im Trial-and-Error-Modus sind gelebte Philosophie und gelebte Verbundenheit mit dem Land.</p>
<p>Es ist eine Praxis, die mich immer wieder lehrt, die Welt mit anderen Augen zu sehen und unsere schöpferische Kraft in den Rhythmus der Natur einzubetten. Es ist eine Reise zur Wieder-ent-deckung der Verbindung zwischen unserer eigenen schöpferischen Natur und der Erde selbst.</p>
<p>Und…es ist für mich eine tröstliche Praxis der Selbstfürsorge in herausfordernden Zeiten.</p>

	</div>
<div class="eosb_empty_space  eosb_medium_space"   style="height: 32px" ><span class="eosb_empty_space_inner"></span></div>

	<div style="color:#581341" class="eosb_text_column eosb_content_element " >
			<blockquote>
<p class="p1">„(…)uns heranzuführen an das Schöne, das Wahre, das Gute von uns selbst“ und „das ist der Beginn der Kunst“</p>
<p class="p1">(FRITZ-IPSMILLER, 2011, 8)</p>
</blockquote>

	</div>
<div class="eosb_empty_space  eosb_medium_space"   style="height: 32px" ><span class="eosb_empty_space_inner"></span></div>

	<div style="color:#581341" class="eosb_text_column eosb_content_element " >
			<h2 class="font-semibold pdf-heading-class-replace text-h3 leading-&#091;40px&#093; pb-xxs &#091;&amp;:not(:first-child)&#093;:pt-&#091;21px&#093; &#091;&amp;_a&#093;:underline-offset-&#091;6px&#093; &#091;&amp;_.underline&#093;:underline-offset-&#091;6px&#093;" dir="ltr"><span style="font-size: 18pt;">Slow Craft</span></h2>
<p class="text-body font-regular leading-&#091;24px&#093; pt-&#091;9px&#093; pb-xxs" dir="ltr">Die Farben liegen oft im Sichtbaren verborgen, direkt unter unseren Füßen und in der Landschaft. Erdpigmente sind im Grunde farbige Erden, Tone und Mineralien, geformt durch geologische Prozesse über unvorstellbare Zeiträume. Jedes Pigment trägt die Geschichte seines Ursprungs in sich: den Druck der Gesteinsschichten, den Einfluss von Wasser und die alchemistische Verwandlung durch Sauerstoff.</p>
<p class="text-body font-regular leading-&#091;24px&#093; pt-&#091;9px&#093; pb-xxs" dir="ltr">Bei der Gewinnung von Pigmenten aus Pflanzen sind wir selbst wie Alchemist:innen!</p>
<p class="text-body font-regular leading-&#091;24px&#093; pt-&#091;9px&#093; pb-xxs" dir="ltr">Wenn wir uns auf den Weg machen, um Farben in unserer Landschaft zu finden, ist es wie eine Schatzsuche, die uns tief mit ebendieser Landschaft verbindet. Wir lernen, die feinen Nuancen im Boden zu erkennen – ein rötlicher Schimmer an einer Böschung, ein gelblicher Ton in einem ausgetrockneten Bachbett. Wir betrachten die Pflanzenwesen aus einer anderen Perspektive.</p>
<p class="text-body font-regular leading-&#091;24px&#093; pt-&#091;9px&#093; pb-xxs" dir="ltr">Das Sammeln selbst ist wie ein Akt der Achtsamkeit und folgt denRegeln der ehrenhaften Ernte.. Es erfordert unsere Präsenz und eine Haltung des Respekts, denn wir nehmen nur in kleinen Mengen und mit tiefer Dankbarkeit.</p>
<p class="text-body font-regular leading-&#091;24px&#093; pt-&#091;9px&#093; pb-xxs" dir="ltr">Dieser Prozess ist die erste Stufe eines innigen Dialogs zwischen Mensch und Materie, eine Geste der Hinwendung.</p>

	</div>
<div  class="eos-eosb-img-full eos-auto-width eosb_single_image eosb_content_element eosb_align_center"><figure id="eosb-img-69efc09278c6e" class="eosb_figure"><div class="img-980ecd05 eosb_single_image-wrapper "><img width="2560" height="1710" data-src="https://www.akt-kunsttherapie.ac.at/new2026/wp-content/uploads/2026/04/dsc01042-scaled.jpeg" class="eosb_single_image-img attachment-full" alt="" data-srcset="https://www.akt-kunsttherapie.ac.at/new2026/wp-content/uploads/2026/04/dsc01042-scaled.jpeg 2560w, https://www.akt-kunsttherapie.ac.at/new2026/wp-content/uploads/2026/04/dsc01042-300x200.jpeg 300w, https://www.akt-kunsttherapie.ac.at/new2026/wp-content/uploads/2026/04/dsc01042-1024x684.jpeg 1024w, https://www.akt-kunsttherapie.ac.at/new2026/wp-content/uploads/2026/04/dsc01042-768x513.jpeg 768w, https://www.akt-kunsttherapie.ac.at/new2026/wp-content/uploads/2026/04/dsc01042-391x260.jpeg 391w, https://www.akt-kunsttherapie.ac.at/new2026/wp-content/uploads/2026/04/dsc01042-1536x1026.jpeg 1536w, https://www.akt-kunsttherapie.ac.at/new2026/wp-content/uploads/2026/04/dsc01042-2048x1368.jpeg 2048w, https://www.akt-kunsttherapie.ac.at/new2026/wp-content/uploads/2026/04/dsc01042-780x521.jpeg 780w, https://www.akt-kunsttherapie.ac.at/new2026/wp-content/uploads/2026/04/dsc01042-200x134.jpeg 200w, https://www.akt-kunsttherapie.ac.at/new2026/wp-content/uploads/2026/04/dsc01042-75x50.jpeg 75w, https://www.akt-kunsttherapie.ac.at/new2026/wp-content/uploads/2026/04/dsc01042-150x100.jpeg 150w, https://www.akt-kunsttherapie.ac.at/new2026/wp-content/uploads/2026/04/dsc01042-400x267.jpeg 400w, https://www.akt-kunsttherapie.ac.at/new2026/wp-content/uploads/2026/04/dsc01042-650x434.jpeg 650w" sizes="(max-width: 2560px) 100vw, 2560px" /></div></figure></div>
	<div style="color:#581341" class="eosb_text_column eosb_content_element " >
			<p>Die Fertigkeit Pigmente aus dem was die Natur uns schenkt herzustellen, ist für mich wie eine bewusste Entscheidung, dem Material und dem Prozess die Zeit zu geben, die sie benötigen. Es ist für mich wie eine leise Gegenbewegung zur Massenproduktion und zum schnellen Konsum. Wenn wir Farben aus Erde und Pflanzen herstellen, trete ich immer wieder aufs Neue in diese besondere langsame Welt ein und in Beziehung zur der mich umgebenden Landschaft!</p>

	</div>
<div class="eosb_empty_space  eosb_medium_space"   style="height: 32px" ><span class="eosb_empty_space_inner"></span></div>
<div class="eosb_empty_space  eosb_medium_space"   style="height: 32px" ><span class="eosb_empty_space_inner"></span></div>
</div></div></div><div class="eosb_row eos-row-not-full"><div class="eosb_column eosb_column_container padding-top eosb_col-sm-12 eos-col-1 eos-col-partial" ><div class="eosb_column-inner">
	<div style="color:#581341" class="eosb_text_column eosb_content_element " >
			<p>©LilianFRITZ2026</p>

	</div>
</div></div></div><div class="eosb_row eos-row-not-full"><div class="eosb_column eosb_column_container padding-top eosb_col-sm-12 eos-col-1 eos-col-partial" ><div class="eosb_column-inner"><div class="eosb_empty_space  eosb_medium_space"   style="height: 32px" ><span class="eosb_empty_space_inner"></span></div>
</div></div></div>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Die Kernkompetenz der Kunsttherapie ist die Kunst!</title>
		<link>https://www.akt-kunsttherapie.ac.at/die-kernkompetenz-der-kunsttherapie-ist-die-kunst-2/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Lilian Fritz]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 25 Mar 2026 22:00:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.akt-kunsttherapie.ac.at/?p=1257</guid>

					<description><![CDATA[]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="eosb_row eos-row-not-full"><div class="eosb_column eosb_column_container padding-top eosb_col-sm-12 eos-col-1 eos-col-partial" ><div class="eosb_column-inner">
	<div style="color:#581341" class="eosb_text_column eosb_content_element " >
			<p class="p1">In der Kunsttherapie steht die kreative und schöpferische Ausdrucks- und Gestaltungskraft, die jeden Menschen wesentlich ausmacht, im Zentrum der therapeutischen Begleitung. (Mag.art.Harald FRITZ-IPSMILLER,2004)</p>

	</div>

	<div style="color:#581341" class="eosb_text_column eosb_content_element " >
			
	</div>
</div></div></div><div class="eosb_row eos-row-not-full"><div class="eosb_column eosb_column_container padding-top eosb_col-sm-12 eos-col-1 eos-col-partial" ><div class="eosb_column-inner">
	<div style="color:#581341" class="eosb_text_column eosb_content_element " >
			<p class="mb-3 text-sm last:mb-0">Kunsttherapeut*innen fördern die grundlegende Ausdrucks- und Gestaltungsfähigkeit des Menschen und begleiten ihn einfühlsam auf seinem kreativen Weg.</p>
<p class="mb-3 text-sm last:mb-0">Mag.art Harald Fritz-Ipsmiller, Gründer der ganzheitlichen Kunsttherapie und Pionier der Kunsttherapie in Österreich, beschreibt die Kunsttherapie als „Rehabilitation und Wiederherstellung des kreativen, schöpferischen Vermögens zur Lebensgestaltung“.</p>
<p class="mb-3 text-sm last:mb-0">Ein Alleinstellungsmerkmal der Kunsttherapie ist die therapeutische Beziehung, die als 3-Wege-Prozess gestaltet ist: Therapeut<em>in, Klient</em>in und die kreativ-sinnliche Gestaltung wirken dabei zusammen.</p>
<p class="mb-3 text-sm last:mb-0">Mit ihrem salutogenetischen Ansatz, der die individuelle Gesundheit fördert und erhält, kann die Kunsttherapie sowohl als eigenständiges Verfahren als auch ergänzend zu anderen Therapieformen eingesetzt werden.</p>

	</div>

	<div style="color:#581341" class="eosb_text_column eosb_content_element " >
			<blockquote>
<p class="p1">„In der Kunsttherapie steht die kreative und schöpferische Ausdrucks- und Gestaltungskraft, die jeden Menschen wesentlich ausmacht, im Zentrum der therapeutischen Begleitung. Inneres wird sinnlich konkret ausgestaltet, wahrgenommen und bearbeitet. Es wird emotional und körperlich erfahrbar, kommunizierbar und aus sich selbst heraus veränderbar“</p>
<p class="p1">(FRITZ-IPSMILLER 2004/1, 1).</p>
</blockquote>

	</div>

	<div style="color:#581341" class="eosb_text_column eosb_content_element " >
			<p><span style="font-size: 14pt;">Kompetenzbereiche der ganzheitliche Kunsttherapie</span></p>

	</div>

	<div style="color:#581341" class="eosb_text_column eosb_content_element " >
			
	</div>

	<div style="color:#581341" class="eosb_text_column eosb_content_element " >
			<p class="text-md font-regular leading-&#091;24px&#093; pb-xxs pt-&#091;9px&#093;">Jeder Mensch trägt schöpferische und soziale Ressourcen in sich. Die Kunsttherapie richtet den Fokus auf das kreative Potenzial, das jedem Individuum inhärent ist. Im therapeutischen Prozess werden diese authentischen Ressourcen „durch Wahrnehmungs- und Gestaltungsprozesse, durch schöpferisch-künstlerische Wechselwirkungen und durch Begegnung mit den sinnlichen Eigenschaften und Wirkungen der Gestaltungsmaterialien aktiviert.&#8220; (Mag.art.Harald Fritz-Ipsmiller) Dabei wird die Entfaltung des kreativen Selbst unterstützt, ohne dass es einer künstlerischen Vorbildung bedarf – es steht nicht das künstlerische Produkt im Mittelpunkt, sondern der Weg der Übung, der Prozess und im weiteren Verlauf das bewusste Gestalten des eigenen Lebens aus dem Inneren heraus.</p>

	</div>
<div class="eosb_empty_space  eosb_medium_space"   style="height: 32px" ><span class="eosb_empty_space_inner"></span></div>

	<div style="color:#581341" class="eosb_text_column eosb_content_element " >
			<blockquote><p><span style="font-size: 14pt;">&#8222;Der künstlerische Prozeß ist letztlich nichts anderes als ein intimes Selbstgespräch, in welchem der Klient seine ganz eigenen Lebensfragen und –antworten erst einmal zu formulieren beginnt.&#8220;</span></p>
<p>(Mag.art. Harald Fritz-Ipsmiller, 2004)</p></blockquote>

	</div>

	<div style="color:#581341" class="eosb_text_column eosb_content_element " >
			<p class="text-md font-regular leading-&#091;24px&#093; pb-xxs pt-&#091;9px&#093;">Die künstlerischen Prozesse fördern eine Entwicklung, die die Selbstregulierung aktiviert, anstatt gezielt gegen Störungen vorzugehen. Im Verlauf des kunsttherapeutischen Prozesses werden unangenehme Empfindungen, belastende Emotionen und hinderliche Denkmuster ausgedrückt. Dabei werden die Wirkkräfte der künstlerischen Medien als konstruktive Lebenskräfte erkannt, die sowohl im Kleinen als auch im Großen eine positive Wirkung entfalten</p>

	</div>

	<div style="color:#581341" class="eosb_text_column eosb_content_element " >
			<h3 class="font-semibold pdf-heading-class-replace pb-xxs text-lg leading-&#091;30px&#093; &#091;&amp;:not(:first-child)&#093;:pt-&#091;15px&#093; &#091;&amp;_.underline&#093;:underline-offset-&#091;6px&#093; &#091;&amp;_a&#093;:underline-offset-&#091;6px&#093;">Kunsttherapeut*innen und deren Kompetenz</h3>
<p class="text-md font-regular leading-&#091;24px&#093; pb-xxs pt-&#091;9px&#093;">Kunsttherapeut*innen vereinen die Fähigkeit, künstlerisch tätig zu sein, mit der einfühlsamen Begleitung von Menschen in ihrer Selbstgestaltung. Ihre Ausbildung umfasst sowohl die künstlerische Praxis bis hin zur eigenen Meisterschaft als auch eine intensive Selbstreflexion, die zu einer reifen und reflektierten Persönlichkeit führt. Mit einem breiten Repertoire an Materialien und Methoden arbeiten sie prozessorientiert und setzen ihr Wissen gezielt ein, um die verschiedenen Zustände im Kontinuum von Krankheit und Gesundheit zu gestalten.</p>

	</div>

	<div style="color:#581341" class="eosb_text_column eosb_content_element " >
			<blockquote>
<p class="p1">„(…)uns heranzuführen an das Schöne, das Wahre, das Gute von uns selbst“ und „das ist der Beginn der Kunst“</p>
<p class="p1">(FRITZ-IPSMILLER, 2011, 8).</p>
</blockquote>
<h3 class="font-semibold pdf-heading-class-replace pb-xxs text-lg leading-&#091;30px&#093; &#091;&amp;:not(:first-child)&#093;:pt-&#091;15px&#093; &#091;&amp;_.underline&#093;:underline-offset-&#091;6px&#093; &#091;&amp;_a&#093;:underline-offset-&#091;6px&#093;"></h3>

	</div>

	<div style="color:#581341" class="eosb_text_column eosb_content_element " >
			<p class="p1">So gehen ganzheitliche Kunsttherapeut*innen davon aus, dass jeder Mensch eine einzigartige innere Wesenheit besitzt, die von kreativen und sozialen Ressourcen geprägt ist. Ihre Arbeit orientiert sich an diesen Potenzialen und nicht an Symptomen, Krankheiten oder dem Zustand des Krankseins.</p>
<h3 class="font-semibold pdf-heading-class-replace pb-xxs text-lg leading-&#091;30px&#093; &#091;&amp;:not(:first-child)&#093;:pt-&#091;15px&#093; &#091;&amp;_.underline&#093;:underline-offset-&#091;6px&#093; &#091;&amp;_a&#093;:underline-offset-&#091;6px&#093;"></h3>

	</div>

	<div style="color:#581341" class="eosb_text_column eosb_content_element " >
			<p class="p5">Durch Wahrnehmungs- und Gestaltungsprozesse sowie kreative und künstlerische Interaktionen werden authentische Ressourcen aktiviert. Die Auseinandersetzung mit den sinnlichen Eigenschaften und Wirkungen von Gestaltungsmaterialien trägt dazu bei, potenzielle Anlagen, Fähigkeiten und Ziele zu fördern, wiederherzustellen und zu erhalten – von der kreativen Lebensgestaltung bis hin zur künstlerischen Ausrichtung!</p>
<h3 class="font-semibold pdf-heading-class-replace pb-xxs text-lg leading-&#091;30px&#093; &#091;&amp;:not(:first-child)&#093;:pt-&#091;15px&#093; &#091;&amp;_.underline&#093;:underline-offset-&#091;6px&#093; &#091;&amp;_a&#093;:underline-offset-&#091;6px&#093;"></h3>

	</div>

	<div style="color:#581341" class="eosb_text_column eosb_content_element " >
			<blockquote>
<p class="p1">&#8222;Der Mensch ist als Naturwesen mit der Kunst, mit den schöpferischen Potentialen der Welt verwandt und verbunden. Dadurch entsteht gleichsam naturgegeben die Möglichkeit der Heilung.&#8220; MARBURG, Prof. Fritz: Rektor der Fachhochschule für Kunst-Therapie, NÜRTINGEN</p>
</blockquote>

	</div>

	<div style="color:#581341" class="eosb_text_column eosb_content_element " >
			<p class="p5">Die Kunsttherapie setzt eine fundierte Ausbildung voraus, die sowohl die künstlerische Praxis bis hin zur Meisterschaft als auch eine intensive Selbsterfahrung umfasst, um eine reife und reflektierte Persönlichkeit zu entwickeln. Wie Mag.art Fritz-Ipsmiller es treffend formuliert hat: „Die Ausbildung verlangt sowohl die künstlerische Praxis auf dem Weg zur Meisterschaft als auch intensive Selbsterfahrung im Sinne einer reifen, sich selbst reflektierenden Persönlichkeit.“</p>
<p class="p5">Qualifizierte Kunsttherapeut*innen sind in der Lage, kreative Gestaltungsräume zu schaffen und sowohl Einzelpersonen als auch Gruppen sicher und fachkundig auf ihrem Weg der Heilung zu begleiten.</p>
<blockquote>
<p class="p5">„Kunst-Therapie verwendet die Medien nicht um anschließend etwas Hervorgekommenes mit anderen Mitteln zu bearbeiten. Dies ist wohl der eigentlichste Unterschied zur Psychotherapie. Wir gebrauchen die Medien nicht, damit etwas hochkommt, das wir dann bearbeiten können. Als „Künstler-Therapeut“ kennen wir jedes einzelne Medium, wir wissen um die Wirkungsweise jeder Kunst-Richtung. Wir haben uns ins Künstlerische selbst eingelassen und wissen was die einzelne Muse mit einem Menschen bewirken kann. Und wir lassen die Musen mit dem Klienten arbeiten. Wir begleiten und lassen die künstlerischen Prozesse selbst wirken.“</p>
<p class="p5">(FRITZ-IPSMILLER 1999, 4)</p>
</blockquote>
<p>Kunsttherapeut<em>innen tauchen gemeinsam mit ihren Klient</em>innen in die Welt der Künste ein. Durch die intensive Beschäftigung mit künstlerischen Mitteln entsteht etwas Einzigartiges – ein Prozess, der ausschließlich durch die Kraft der Kunst selbst angestoßen werden kann.</p>
<blockquote>
<p class="p1"><b>Kunst betrifft den ganzen Menschen und ist eine eigene Art zu leben. (Mag.art.Fritz -Ipsmiller, 2013)</b></p>
</blockquote>
<p>Fritz-Ipsmiller positioniert die Kunsttherapie als einen Weg, um an das „Ganz-Sein“ anzuknüpfen und um den innersten kreativen Kern des Selbst zu erreichen. Kunsttherapie ermöglicht es, die eigenen Anlagen und Fähigkeiten authentisch auszudrücken und spielerisch zu entfalten. Jede kreative Äußerung hat eine Wirkung.</p>

	</div>

	<div style="color:#581341" class="eosb_text_column eosb_content_element " >
			<p class="p2">________________________________________________________________________________</p>
<p>Quellen:</p>
<ul class="pb-xxs pt-&#091;9px&#093; m-0 list-outside list-disc p-0 pt-&#091;5px&#093;">
<li class="text-md font-regular leading-&#091;24px&#093; mx-7xl my-&#091;5px&#093; &#091;&amp;&gt;ol&#093;:!pb-0 &#091;&amp;&gt;ol&#093;:!pt-0 &#091;&amp;&gt;ul&#093;:!pb-0 &#091;&amp;&gt;ul&#093;:!pt-0" value="1">Fritz-Ipsmiller, Harald: AKT_Ethik_Skript_PositionierungKT.pdf, Originalaufzeichnungen zur kunsttherapeutischen Theorie und Praxis. 1994, 1997, 2004, 2011, 2018.</li>
</ul>
<ul class="ul1">
<li class="li3">WAGNER, Manfred: Stoppt das Kulkturgeschwätz, Böhlau Wien, 2000</li>
</ul>

	</div>
<div class="eosb_empty_space  eosb_medium_space"   style="height: 32px" ><span class="eosb_empty_space_inner"></span></div>
</div></div></div><div class="eosb_row eos-row-not-full"><div class="eosb_column eosb_column_container padding-top eosb_col-sm-12 eos-col-1 eos-col-partial" ><div class="eosb_column-inner">
	<div style="color:#581341" class="eosb_text_column eosb_content_element " >
			<p>©LilianFRITZ2026</p>

	</div>
</div></div></div>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Kultur, Kreativität und Kunst&#8230;</title>
		<link>https://www.akt-kunsttherapie.ac.at/kultur-kreativitaet-und-kunst-in-der-kunsttherapie-3/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Lilian Fritz]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 19 Feb 2026 19:43:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.akt-kunsttherapie.ac.at/?p=1213</guid>

					<description><![CDATA[]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="eosb_row eos-row-not-full"><div class="eosb_column eosb_column_container padding-top eosb_col-sm-12 eos-col-1 eos-col-partial" ><div class="eosb_column-inner">
	<div style="color:#581341" class="eosb_text_column eosb_content_element " >
			<p><span style="font-size: 14pt;">&#8230;in der ganzheitlichen Kunsttherapie!</span></p>

	</div>

	<div style="color:#581341" class="eosb_text_column eosb_content_element " >
			
	</div>
</div></div></div><div class="eosb_row eos-row-not-full"><div class="eosb_column eosb_column_container padding-top eosb_col-sm-12 eos-col-1 eos-col-partial" ><div class="eosb_column-inner">
	<div style="color:#581341" class="eosb_text_column eosb_content_element " >
			<p><span style="font-size: 14pt;">Das Fundament&#8230;</span></p>
<p>Wir sehen die ganzheitliche Kunsttherapie basierend auf der untrennbaren Verbindung von Kunst und Therapie. Ihre Wurzeln liegen in der Arbeit mit Sinnesmodalitäten.</p>
<p>Aktuelle Forschungen, beispielsweise an der Medizinischen Universität Wien, bestätigen den Einfluss von Künsten wie der Musik auf den menschlichen Organismus. Diese Studien untersuchen die Auswirkungen auf physiologische Prozesse wie die Herztätigkeit und das Immunsystem.</p>
<p class="text-md font-regular leading-&#091;24px&#093; pb-xxs pt-&#091;9px&#093;">Die Kunsttherapie schafft eine Brücke zwischen dem Materiellen, Körperlichen und dem Spirituellen, Seelischen. Sie agiert in einem Raum, der über naturwissenschaftliche Paradigmen hinausgeht. Kunst wird als ein ganzheitliches kulturelles Gebiet verstanden, das den Menschen in seiner Gesamtheit anspricht.</p>
<h2 class="font-semibold pdf-heading-class-replace pb-xxs text-xl leading-&#091;40px&#093; &#091;&amp;:not(:first-child)&#093;:pt-&#091;21px&#093; &#091;&amp;_.underline&#093;:underline-offset-&#091;6px&#093; &#091;&amp;_a&#093;:underline-offset-&#091;6px&#093;"></h2>

	</div>

	<div style="color:#581341" class="eosb_text_column eosb_content_element " >
			<blockquote>
<p class="p1">„In der Kunsttherapie steht die kreative und schöpferische Ausdrucks- und Gestaltungskraft, die jeden Menschen wesentlich ausmacht, im Zentrum der therapeutischen Begleitung. Inneres wird sinnlich konkret ausgestaltet, wahrgenommen und bearbeitet. Es wird emotional und körperlich erfahrbar, kommunizierbar und aus sich selbst heraus veränderbar“</p>
<p class="p1">(FRITZ-IPSMILLER 2004/1, 1).</p>
</blockquote>

	</div>

	<div style="color:#581341" class="eosb_text_column eosb_content_element " >
			<p><span style="font-size: 14pt;">Kompetenzbereiche der ganzheitliche Kunsttherapie</span></p>

	</div>

	<div style="color:#581341" class="eosb_text_column eosb_content_element " >
			
	</div>

	<div style="color:#581341" class="eosb_text_column eosb_content_element " >
			<p class="text-md font-regular leading-&#091;24px&#093; pb-xxs pt-&#091;9px&#093;">Harald Fritz-Ipsmiller baute mit Beginn 1999 mit der Akademie für heilsame Kunsttherapie und Kunsttherapie eine fundierte kunsttherapeutische Ausbildung auf.</p>
<p class="text-md font-regular leading-&#091;24px&#093; pb-xxs pt-&#091;9px&#093;">Diese zielt auf die Entwicklung einer spezifischen Therapeut*innen-Identität ab, die sich aus drei zentralen Kompetenzfeldern speist:</p>
<ul class="pb-xxs pt-&#091;9px&#093; list-disc pl-5xl pt-&#091;5px&#093;">
<li class="text-md font-regular leading-&#091;24px&#093; my-&#091;5px&#093; &#091;&amp;&gt;ol&#093;:!pb-0 &#091;&amp;&gt;ol&#093;:!pt-0 &#091;&amp;&gt;ul&#093;:!pb-0 &#091;&amp;&gt;ul&#093;:!pt-0" value="1"><b><strong class="font-semibold">Theoretische Kompetenz:</strong></b> Ein fundiertes Wissen über die Theorien, die sowohl die Kunst als auch die Therapie betreffen.</li>
<li class="text-md font-regular leading-&#091;24px&#093; my-&#091;5px&#093; &#091;&amp;&gt;ol&#093;:!pb-0 &#091;&amp;&gt;ol&#093;:!pt-0 &#091;&amp;&gt;ul&#093;:!pb-0 &#091;&amp;&gt;ul&#093;:!pt-0" value="2"><b><strong class="font-semibold">Methoden- und Medienkompetenz:</strong></b> Die Beherrschung von Techniken und der Umgang mit künstlerischen Medien im therapeutischen Kontext.</li>
<li class="text-md font-regular leading-&#091;24px&#093; my-&#091;5px&#093; &#091;&amp;&gt;ol&#093;:!pb-0 &#091;&amp;&gt;ol&#093;:!pt-0 &#091;&amp;&gt;ul&#093;:!pb-0 &#091;&amp;&gt;ul&#093;:!pt-0" value="3"><b><strong class="font-semibold">Beziehungskompetenz:</strong></b> Die Fähigkeit, eine therapeutische Beziehung aufzubauen, die durch Kunst und Therapie geprägt ist.</li>
</ul>
<p class="text-md font-regular leading-&#091;24px&#093; pb-xxs pt-&#091;9px&#093;">Der Kern der kunsttherapeutischen Identität liegt in der spezifischen Verknüpfung dieser drei Kompetenzen mit den Domänen Kunst und Therapie.</p>

	</div>
<div class="eosb_empty_space  eosb_medium_space"   style="height: 32px" ><span class="eosb_empty_space_inner"></span></div>

	<div style="color:#581341" class="eosb_text_column eosb_content_element " >
			<p><span style="font-size: 14pt;">Definitionen: Kultur, Kunst und Kreativität</span></p>

	</div>

	<div style="color:#581341" class="eosb_text_column eosb_content_element " >
			<h3 class="font-semibold pdf-heading-class-replace pb-xxs text-lg leading-&#091;30px&#093; &#091;&amp;:not(:first-child)&#093;:pt-&#091;15px&#093; &#091;&amp;_.underline&#093;:underline-offset-&#091;6px&#093; &#091;&amp;_a&#093;:underline-offset-&#091;6px&#093;">Kultur</h3>
<p class="text-md font-regular leading-&#091;24px&#093; pb-xxs pt-&#091;9px&#093;">Kultur entsteht aus dem Bestreben des Menschen, die Anforderungen der Natur zu meistern. Sie ist das Nebenprodukt der Auseinandersetzung mit der Umwelt und der eigenen inneren Natur. Kultur umfasst nicht nur die Pflege des Äußeren (z. B. Ackerbau), sondern auch die Kultivierung der eigenen Persönlichkeit.</p>
<h3 class="font-semibold pdf-heading-class-replace pb-xxs text-lg leading-&#091;30px&#093; &#091;&amp;:not(:first-child)&#093;:pt-&#091;15px&#093; &#091;&amp;_.underline&#093;:underline-offset-&#091;6px&#093; &#091;&amp;_a&#093;:underline-offset-&#091;6px&#093;"></h3>

	</div>

	<div style="color:#581341" class="eosb_text_column eosb_content_element " >
			<h3 class="font-semibold pdf-heading-class-replace pb-xxs text-lg leading-&#091;30px&#093; &#091;&amp;:not(:first-child)&#093;:pt-&#091;15px&#093; &#091;&amp;_.underline&#093;:underline-offset-&#091;6px&#093; &#091;&amp;_a&#093;:underline-offset-&#091;6px&#093;">Kunst</h3>
<p class="text-md font-regular leading-&#091;24px&#093; pb-xxs pt-&#091;9px&#093;">Nach der wissenschaftlichen Definition von Prof. Wagner ist Kunst eine <b><strong class="font-semibold">qualitative Form der sinnlichen Äußerung des Menschen</strong></b>. Sie ist eine hochrangige Ausdrucksform der körperlichen, emotionalen, geistigen und soziokulturellen Befindlichkeit. Kunst unterscheidet sich von der analytischen Äußerung, die den Wissenschaften zugeordnet wird.</p>
<h3 class="font-semibold pdf-heading-class-replace pb-xxs text-lg leading-&#091;30px&#093; &#091;&amp;:not(:first-child)&#093;:pt-&#091;15px&#093; &#091;&amp;_.underline&#093;:underline-offset-&#091;6px&#093; &#091;&amp;_a&#093;:underline-offset-&#091;6px&#093;"></h3>

	</div>

	<div style="color:#581341" class="eosb_text_column eosb_content_element " >
			<blockquote>
<p class="p1">„(…)uns heranzuführen an das Schöne, das Wahre, das Gute von uns selbst“ und „das ist der Beginn der Kunst“</p>
<p class="p1">(FRITZ-IPSMILLER, 2011, 8).</p>
</blockquote>
<h3 class="font-semibold pdf-heading-class-replace pb-xxs text-lg leading-&#091;30px&#093; &#091;&amp;:not(:first-child)&#093;:pt-&#091;15px&#093; &#091;&amp;_.underline&#093;:underline-offset-&#091;6px&#093; &#091;&amp;_a&#093;:underline-offset-&#091;6px&#093;"></h3>

	</div>

	<div style="color:#581341" class="eosb_text_column eosb_content_element " >
			<h3 class="font-semibold pdf-heading-class-replace pb-xxs text-lg leading-&#091;30px&#093; &#091;&amp;:not(:first-child)&#093;:pt-&#091;15px&#093; &#091;&amp;_.underline&#093;:underline-offset-&#091;6px&#093; &#091;&amp;_a&#093;:underline-offset-&#091;6px&#093;">Kreativität</h3>
<p class="p2">Kreativität ist der gemeinsame Nenner, der sowohl der Kunst (sinnlich) als auch der Wissenschaft (analytisch) zugrunde liegt. Im Kontext der Kunsttherapie hat Harald Fritz-Ipsmiller aufbauend auf den Thesen von Manfred Wagner die Entwicklung der sinnlichen Kreativität in fünf Stufen unterteilt:</p>
<ol class="ol1">
<li class="li3"><b></b><b>Ausdruckskreativität:</b> Die grundlegende Fähigkeit, sich sinnlich auszudrücken.</li>
<li class="li3"><b></b><b>Produktive Kreativität:</b> Die Fähigkeit, gezielt und zweckmäßig zu gestalten (z. B. die Herstellung von Faustkeilen).</li>
<li class="li3"><b></b><b>Inventive Kreativität:</b> Das Entwickeln neuer Lösungsansätze und Techniken.</li>
<li class="li3"><b></b><b>Innovative Kreativität:</b> Die Schaffung von etwas Neuem, das über Bestehendes hinausgeht.</li>
<li class="li3"><b></b><b>Emergente Kreativität:</b> Die höchste Stufe, auf der etwas gänzlich Neues und Unvorhersehbares entsteht. Dies entspricht der Ebene der Kunst.</li>
</ol>
<h3 class="font-semibold pdf-heading-class-replace pb-xxs text-lg leading-&#091;30px&#093; &#091;&amp;:not(:first-child)&#093;:pt-&#091;15px&#093; &#091;&amp;_.underline&#093;:underline-offset-&#091;6px&#093; &#091;&amp;_a&#093;:underline-offset-&#091;6px&#093;"></h3>

	</div>

	<div style="color:#581341" class="eosb_text_column eosb_content_element " >
			<blockquote>
<p class="p5">„Diese Kreativität – zumindest mit den Ergebnissen sinnlicher Erscheinungsformen – ist ein Phänomen, das die gesamte Menschheit umfaßt, keine Zeit und keine Gesellschaft verläßt, und somit entsprechend dem biogenetischen Grundsatz den Schluß zuläßt, daß sie, weil immer und überall vorhanden, lebenskonstituinell sein müsste, also feststehender Teil der menschlichen Existenz“</p>
<p class="p5">(WAGNER 2000, 28).</p>
</blockquote>
<h3 class="font-semibold pdf-heading-class-replace pb-xxs text-lg leading-&#091;30px&#093; &#091;&amp;:not(:first-child)&#093;:pt-&#091;15px&#093; &#091;&amp;_.underline&#093;:underline-offset-&#091;6px&#093; &#091;&amp;_a&#093;:underline-offset-&#091;6px&#093;"></h3>

	</div>

	<div style="color:#581341" class="eosb_text_column eosb_content_element " >
			<h3 class="font-semibold pdf-heading-class-replace pb-xxs text-lg leading-&#091;30px&#093; &#091;&amp;:not(:first-child)&#093;:pt-&#091;15px&#093; &#091;&amp;_.underline&#093;:underline-offset-&#091;6px&#093; &#091;&amp;_a&#093;:underline-offset-&#091;6px&#093;">Die historische Entwicklung von Kunst und Therapie</h3>
<p class="p2">Die Wurzeln der Kunsttherapie reichen bis zu den frühesten menschlichen Kulturen zurück. Der Schamane kann als Prototyp des Künstlers, Heilers und Zeremonienmeisters betrachtet werden, der zwischen der materiellen Welt, der Unterwelt (dem Unbewussten) und der Oberwelt (dem Spirituellen) vermittelt.</p>
<h3 class="font-semibold pdf-heading-class-replace pb-xxs text-lg leading-&#091;30px&#093; &#091;&amp;:not(:first-child)&#093;:pt-&#091;15px&#093; &#091;&amp;_.underline&#093;:underline-offset-&#091;6px&#093; &#091;&amp;_a&#093;:underline-offset-&#091;6px&#093;">Früheste Kunstformen und ihre Funktion</h3>
<p>Die Höhlenmalereien der Altsteinzeit (ca. 40.000 v. Chr.) stellen einen frühen Höhepunkt der Kunst dar. Neuere Forschungen deuten darauf hin, dass diese Höhlen keine Wohnstätten, sondern Orte für rituelle und initiatorische Zwecke waren. Die Wandmalereien entstanden oft in Trancezuständen und dienten als Membran zu einer anderen Wirklichkeitsebene, nicht primär als Jagdzauber. Diese rituellen Kontexte verbanden Heilung, Spiritualität und künstlerischen Ausdruck untrennbar miteinander.</p>
<h3 class="font-semibold pdf-heading-class-replace pb-xxs text-lg leading-&#091;30px&#093; &#091;&amp;:not(:first-child)&#093;:pt-&#091;15px&#093; &#091;&amp;_.underline&#093;:underline-offset-&#091;6px&#093; &#091;&amp;_a&#093;:underline-offset-&#091;6px&#093;">Von der Natur zur Kultur</h3>
<p class="p2">Der Mensch entwickelte sich vom Naturwesen, das auf Umweltanforderungen reagiert, zu einem Kulturwesen, das seine Umwelt aktiv gestaltet. Wobei dies nicht als Trennung, sondern als Weitung verstanden werden muss. Die Trennung ist an anderer Stelle geschehen. Ein entscheidender Schritt war der Übergang von der bloßen Nachahmung (Mimesis) zum verständnisvollen und kreativen Weiterentwickeln. Die gezielte und unterrichtete Herstellung von Faustkeilen markiert einen frühen Punkt, an dem nicht nur nachgeahmt, sondern ein Sinn verstanden und die Technik verbessert wurde. Dies zeigt eine frühe Form kultureller und geistiger Leistung.</p>
<p class="p2">Der Begriff „Steinzeit“ greift jedoch zu kurz, um die kulturelle Entwicklung adäquat zu beschreiben. Mittlerweile sind zahlreiche frühe Kulturtechniken rund um Fasern, Farben und Handwerk nachgewiesen, darunter Weben, Flechten und die Herstellung von<span class="Apple-converted-space">  </span>Textilien. Wie Karin Bojs in „Die Mütter Europas“ darlegt, waren diese Praktiken hochentwickelt und Ausdruck komplexer gestalterischer Leistungen. Da die verwendeten organischen Materialien vergänglich sind und archäologisch selten erhalten bleiben, wird ihre Bedeutung oft unterschätzt. Der Fokus auf steinerne Werkzeuge im Begriff „Steinzeit“ ist daher irreführend, da er ebenso bedeutsame, aber vergängliche Kulturtechniken vernachlässigt.</p>

	</div>

	<div style="color:#581341" class="eosb_text_column eosb_content_element " >
			<h3 class="font-semibold pdf-heading-class-replace pb-xxs text-lg leading-&#091;30px&#093; &#091;&amp;:not(:first-child)&#093;:pt-&#091;15px&#093; &#091;&amp;_.underline&#093;:underline-offset-&#091;6px&#093; &#091;&amp;_a&#093;:underline-offset-&#091;6px&#093;">Die Zwei Ziele der Genesung</h3>
<p class="p2">Die Therapie verfolgt historisch zwei Ansätze zur Genesung (&#8222;Recovery&#8220;):</p>
<ol class="ol1">
<li class="li3"><b></b><b>Freiheit vom Symptom:</b> Der biomedizinische Ansatz, der auf die Beseitigung des Symptoms durch Chirurgie oder Pharmazie abzielt.</li>
<li class="li3"><b></b><b>Freiheit zum Symptom:</b> Der seelsorgerische und therapeutische Ansatz, der dem Individuum Stabilität und eine neue Haltung gegenüber dem Symptom vermittelt, auch wenn dieses bestehen bleibt.</li>
</ol>
<p class="p2">Die Kunsttherapie integriert beide Aspekte, da sie sich sowohl mit dem Physischen als auch mit dem Spirituellen befasst.</p>
<h3 class="font-semibold pdf-heading-class-replace pb-xxs text-lg leading-&#091;30px&#093; &#091;&amp;:not(:first-child)&#093;:pt-&#091;15px&#093; &#091;&amp;_.underline&#093;:underline-offset-&#091;6px&#093; &#091;&amp;_a&#093;:underline-offset-&#091;6px&#093;">Stufenmodell der kunsttherapeutischen Arbeit</h3>
<blockquote>
<p class="p5">„KunsttherapeutInnen unterstützen den Menschen in seiner grundlegenden Ausdrucks- und Gestaltungsfähigkeit, in der die Ressourcen zur Transformation von erlebten Störungen liegen. Durch die Aktivierung des Menschen in seiner leiblichen, seelischen und geistigen Ganzheit wird die Rehabilitation und Wiederherstellung des kreativen, schöpferischen Vermögens zur Lebensgestaltung bewirkt“</p>
<p class="p5">(FRITZ-IPSMILLER 2004/2, 1).</p>
</blockquote>
<p class="p2">Die kunsttherapeutische Praxis baut auf einem dreistufigen Modell auf, das die Entwicklung von der basalen Wahrnehmung bis zur hohen Kunst abbildet:</p>
<ol class="ol1">
<li class="li3"><b></b><b>Sinnlichkeit:</b> Die grundlegende Ebene ist die Auseinandersetzung mit den Sinnesmodalitäten (kinästhetisch, gustatorisch etc.), ohne einen Anspruch auf Kreativität oder Kunst.</li>
<li class="li3"><b></b><b>Kreativität:</b> Auf der nächsten Stufe wird die Sinnlichkeit gezielt und kreativ eingesetzt, um auszudrücken und zu gestalten.</li>
<li class="li3"><b></b><b>Kunst:</b> Die höchste Stufe ist erreicht, wenn der kreative sinnliche Ausdruck ein qualitativ hohes Niveau erreicht.</li>
</ol>
<p class="p2">Dieser stufenweise Aufbau stellt sicher, dass die Arbeit an den fundamentalen Sinneserfahrungen beginnt, bevor komplexere kreative und künstlerische Prozesse angestrebt werden.</p>
<blockquote>
<p class="p5">„Kunst-Therapie verwendet die Medien nicht um anschließend etwas Hervorgekommenes mit anderen Mitteln zu bearbeiten. Dies ist wohl der eigentlichste Unterschied zur Psychotherapie. Wir gebrauchen die Medien nicht, damit etwas hochkommt, das wir dann bearbeiten können. Als „Künstler-Therapeut“ kennen wir jedes einzelne Medium, wir wissen um die Wirkungsweise jeder Kunst-Richtung. Wir haben uns ins Künstlerische selbst eingelassen und wissen was die einzelne Muse mit einem Menschen bewirken kann. Und wir lassen die Musen mit dem Klienten arbeiten. Wir begleiten und lassen die künstlerischen Prozesse selbst wirken.“</p>
<p class="p5">(FRITZ-IPSMILLER 1999, 4)</p>
<p>&nbsp;</p></blockquote>

	</div>

	<div style="color:#581341" class="eosb_text_column eosb_content_element " >
			<p class="p2">________________________________________________________________________________</p>
<p class="p2">Quellen:</p>
<ul class="ul1">
<li class="li3">FRITZ-IPSMILLER, Harald. Vortrag „Kultur, Kreativität und Kunst“; 13. Februar 2009, in der Akademie für Kunsttherapie, WIEN.</li>
<li class="li3">FRITZ-IPSMILLER, Harald. Grundlegende Stabilität; 1999, Akademie für Kunsttherapie, WIEN</li>
<li class="li3">FRITZ-IPSMILLER, Harald; Was ist Kunsttherapie? Das Berufsbild! Resolution des ABOAT am 19. November 2004 in der Akademie für Kunsttherapie, WIEN.</li>
<li class="li3">FRITZ-IPSMILLER, Harald. Vortrag „Erinnerung“; 2. April 2004 in der Akademie für Kunsttherapie, WIEN.</li>
<li class="li3">FRITZ-IPSMILLER, Harald. Vortrag „Durch das Aussen nach Innen“; 9. April 2011 in der Akademie für Kunsttherapie, WIEN.</li>
<li class="li3">BOJS, Karin: <i>Die Mütter Europas. Die letzten 43 000 Jahre</i> C. C.H.Beck, 2024.</li>
<li class="li3">ELIADE, Mircea: <i>Schamanismus und archaische Ekstasetechnik</i>. Suhrkamp, 1974.</li>
<li class="li3">WAGNER, Manfred: Stoppt das Kulkturgeschwätz, Böhlau Wien, 2000</li>
</ul>

	</div>
</div></div></div><div class="eosb_row eos-row-not-full"><div class="eosb_column eosb_column_container padding-top eosb_col-sm-12 eos-col-1 eos-col-partial" ><div class="eosb_column-inner">
	<div style="color:#581341" class="eosb_text_column eosb_content_element " >
			<p>©LilianFRITZ2026</p>

	</div>
</div></div></div>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Zum Kunstbegriff in der Kunsttherapie</title>
		<link>https://www.akt-kunsttherapie.ac.at/zum-kunstbegriff-in-der-kunsttherapie/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Angelika Overbeck]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 31 Jan 2026 19:42:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.akt-kunsttherapie.ac.at/new2026/?p=1109</guid>

					<description><![CDATA[]]></description>
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	<div style="color:#581341" class="eosb_text_column eosb_content_element " >
			<p>Zum Kunstbegriff in der Kunsttherapie</p>
<p>Bereits während meines bildnerischen Studiums der Kunst in den 1980er Jahren war die aufkommende Vielfalt der Medien deutlich spürbar.</p>
<p>Neben der Malerei fanden auch Trickfilm und Fotografie zunehmend Beachtung im künstlerischen Bereich. Darüber hinaus beschäftigte sich die Kunst intensiv mit audiovisuellen Medien und Performance.</p>
<p>Der Kunstbegriff hat sich im Laufe der Jahre so stark erweitert, dass auch der Materialbegriff über die traditionellen Medien wie Pinsel, Farbe und Leinwand hinausgeht. Formen wie Collage, Pop-Art, Aktionskunst, Performances sowie Printmedien, Fotografie, Fernsehen, Video und Film bereichern die Kunst über das klassische Titelbild hinaus.</p>
<p>Interdisziplinare Ansätze und mehrmediale Konzepte prägen unsere Erfahrungen und erweitern den Raum der Kunst. Konzepte wie „Selbstinszenierung&#8220; und „expressive Ausdruckskunst&#8220; gewinnen ebenso an Bedeutung wie neue Medien &#8211; alle prägen unsere Bilderwelten. Soziale Medien und Werbung beeinflussen unsere Seh- und Ausdrucksgewohnheiten maßgeblich.</p>
<p>Diese Vielfalt ist Möglichkeit und manchmal auch Überforderung zugleich. Der umfassende Kunstbegriff im therapeutischen Kontext bietet vielfältige<br />
Möglichkeiten zur aktiven Gestaltung und zum persönlichen Selbstausdruck.</p>
<p>In der kunsttherapeutischen Beziehung fungiert Kunst nicht nur als therapeutisches Werkzeug, sondern auch als Raum für persönliche<br />
Entfaltung, Achtsamkeit und Wachstum.</p>
<p>In einem heutigen professionellen kunsttherapeutischen Setting wird Kunst sinnlich ertahren, als Ausdrucksmoglichkeit eingesetzt und kreativitätsfordernd verstanden, um die individuelle Entwicklung und das persönliche Wachstum zu unterstützen.</p>
<p>Kunsttherapie hat das Potenzial, den Zugang zu inneren Ressourcen entscheidend zu aktivieren und somit transformative Prozesse anzustoßen.</p>
<p>(Angelika Overbeck, 2025)</p>

	</div>

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	</div>
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</div></div></div>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Steigern wir die Menschlichkeit!</title>
		<link>https://www.akt-kunsttherapie.ac.at/steigern-wir-die-menschlichkeit/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Angelika Overbeck]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 31 Jan 2026 18:35:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="eosb_row eos-row-not-full"><div class="eosb_column eosb_column_container padding-top eosb_col-sm-12 eos-col-1 eos-col-partial" ><div class="eosb_column-inner"></div></div></div><div class="eosb_row eos-row-not-full"><div class="eosb_column eosb_column_container padding-top eosb_col-sm-12 eos-col-1 eos-col-partial" ><div class="eosb_column-inner">
	<div style="color:#581341" class="eosb_text_column eosb_content_element " >
			<p>Die Überzeugung von der Kraft der Kunst und kreativer Prozesse trägt mich mein Leben lang und die der Kunsttherapie seit mehr als 25 Jahren – und sie ist ungebrochen.</p>
<p>Kunst eröffnet Räume für Entwicklung, für Begegnung und für eine lebendige Auseinandersetzung mit sich selbst und der Welt. Im Wandel der Zeit ist für mich immer noch eine lebensweltorientierte Begegnung mit jungen Menschen notwendig – ebenso wie eine wertschätzende Begegnung überhaupt.</p>
<p>Eine heilsame Quelle liegt im ursprünglich Kreativen. Es ermöglicht Entwicklung zuzulassen.</p>
<p>Vielleicht stehen heute gerade Achtsamkeit und Versinnlichung für ein gesundes Leben im Mittelpunkt.</p>
<p>Vielleicht steht heute besonders die Steigerung von Menschlichkeit im Vordergrund.</p>
<p>Vielleicht stehen heute Leidenschaft für Gemeinsinn, Gemeinschaft und echte Begegnung auf dem Programm, nachdem soziale Netzwerke mit übergriffigen Algorithmen ein Leben in Filterblasen hervorgebracht haben.</p>
<p>Nicht falsch verstehen: in meinem Zugang als auch Medienpädagogin finde ich digitale Welten und technische Errungenschaften äußerst wichtig – besonders dort, wo sie kreativ, Sinn stiftend und gemeinschaftsfördernd eingesetzt werden.</p>
<p>Gleichzeitig zeigt sich, dass ein reflektierter, gemeinnütziger Umgang mit digitalen Möglichkeiten keine Selbstverständlichkeit ist. Reflexiv geschulte Urteilskraft wird schwerer zu leben und benötigt eine große Bandbreite an Auseinandersetzung.</p>
<p>Ich bin überzeugt: Im Zuge von Diversität liegt die Chance, Differenzen produktiv zu nutzen. Soziale Emergenz kann – in meinen kühnsten visionären Träumen – zu einem friedvolleren Miteinander beitragen. Versöhnung statt Trennung, Wertschätzung statt Ausgrenzung. Es geht darum, Macht, Ausgrenzung und Zwiespalt nicht das Feld zu überlassen. Heute würde ich – mit derselben engagierten Haltung wie früher und mit unter auch selbstkritisch – ein bewusstes „In-die-Augen-Schauen“ einfordern &#8211; statt mit gesenktem Kopf in eine allzu künstliche, statt kunstvolle Welt zu blicken.</p>
<p>Aus einer zeitzeuginnenhaften Perspektive lade ich dazu ein, die künstlerischen, physischen, sinnlichen, emotionalen, intuitiven und geistigen Dimensionen unseres Lebens weiter zu erforschen.</p>
<p>In dem kunsttherapeutischen Ausbildungssetting gestalte ich diese ganzheitliche Annäherung an ein kreatives Leben mit – im Herzen des Ganzen die Kunst &#8211; offen für Wertepluralismus und für die Auseinandersetzung mit komplexen ethischen Fragestellungen im gesellschaftlichen Wandel.</p>
<p>Echte Erneuerung beginnt immer dort, wo wir uns ehrlich und sinnlich auf das Leben einlassen – und kein Feld ermöglicht das so selbstverständlich und kraftvoll wie die Kunst.</p>
<p>© Angelika Overbeck; Wien 2026</p>

	</div>

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	</div>
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</div></div></div>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Dringlichkeit nach Stille</title>
		<link>https://www.akt-kunsttherapie.ac.at/dringlichkeit-nach-stille/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Lilian Fritz]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 30 Jan 2026 21:40:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.akt-kunsttherapie.ac.at/new2026/?p=1041</guid>

					<description><![CDATA[]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="eosb_row eos-row-not-full"><div class="eosb_column eosb_column_container padding-top eosb_col-sm-12 eos-col-1 eos-col-partial" ><div class="eosb_column-inner">
	<div style="color:#581341" class="eosb_text_column eosb_content_element " >
			<p><span style="font-size: 14pt;">Von der Dringlichkeit, wieder mehr Stille und Einfaltung in unsere Welt zu holen</span></p>

	</div>

	<div style="color:#581341" class="eosb_text_column eosb_content_element " >
			<blockquote>
<div><i>Wir alle sind als Teilhabende eines kreativen Kosmos am fortlaufenden Schöpfungsprozess beteiligt. Diese Sichtweise von einem lebendigen Kosmos hat weitreichende Konsequenzen für unser Leben. Wir erkennen, dass wir integriertes und gestaltendes Element dieses dynamischen Kosmos sind, und erfahren unsere Verbundenheit mit allem, was ist. Jeder Einzelne von uns ist Teilhabender dieses Feldes und wirkt gestaltend auf dieses ein. Alles, was wir tun oder auch nicht tun, hat Auswirkungen auf das Ganze (Hans-Peter Dürr)</i></div>
</blockquote>

	</div>
</div></div></div><div class="eosb_row eos-row-not-full"><div class="eosb_column eosb_column_container padding-top eosb_col-sm-12 eos-col-1 eos-col-partial" ><div class="eosb_column-inner">
	<div style="color:#581341" class="eosb_text_column eosb_content_element " >
			<p class="text-md font-regular leading-&#091;24px&#093; pb-xxs pt-&#091;9px&#093;" dir="ltr"><span style="font-size: 14pt;">Seelenzentriert handeln!</span></p>
<p class="text-md font-regular leading-&#091;24px&#093; pb-xxs pt-&#091;9px&#093;" dir="ltr">Eine seelenzentrierte, erwachsene Person stellt das eigene Ego in den Dienst der Seele – nicht umgekehrt. Als seelenzentrierte Menschen entspringen unsere Handlungen dem Wunsch, einen lebensdienlichen Beitrag zu schenken, im Sinne der nächsten sieben Generationen und zum Wohle des großen Ganzen.</p>
<p class="text-md font-regular leading-&#091;24px&#093; pb-xxs pt-&#091;9px&#093;" dir="ltr">Dieses Handeln nährt sich aus einem tiefen Gefühl des Schenkens anstelle von Leistung. Es wurzelt in einer Haltung spielerischer Neugierde und dem bewussten Zulassen von Nichtwissen, um so einen Raum für Emergenz zu öffnen – für das, was aus sich selbst heraus entstehen will.</p>
<p class="text-md font-regular leading-&#091;24px&#093; pb-xxs pt-&#091;9px&#093;" dir="ltr">Doch ich wage zu behaupten, dass wir in einer Gesellschaft, leben die in vielen Bereichen egozentriert handelt. „Der Zwang, ein Individuum zu sein“, wie es ein lieber Kollege einmal ausdrückte, treibt uns an.</p>
<p class="text-md font-regular leading-&#091;24px&#093; pb-xxs pt-&#091;9px&#093;" dir="ltr">In unserer westlichen Welt herrscht ein spürbares Defizit an Räumen der Stille und der Einfaltung. Wir streben nach ewigem Wachstum, nach dem „immer mehr und immer höher“, und nennen es Fortschritt.</p>
<p class="text-md font-regular leading-&#091;24px&#093; pb-xxs pt-&#091;9px&#093;" dir="ltr">Es ist wie eine kollektive Kompensationsstrategie, die zu einer stillschweigenden Normalität geworden zu sein scheint.</p>
<p class="text-md font-regular leading-&#091;24px&#093; pb-xxs pt-&#091;9px&#093;" dir="ltr">Ein altes tibetisches Sprichwort, das Hans-Peter Dürr gerne zitiert sagt:</p>
<blockquote>
<p class="text-md font-regular leading-&#091;24px&#093; pb-xxs pt-&#091;9px&#093;" dir="ltr">Der neue Wald wächst lautlos, während der fallende Baum viel Krach macht.</p>
</blockquote>
<p class="text-md font-regular leading-&#091;24px&#093; pb-xxs pt-&#091;9px&#093;" dir="ltr">Hier und da spüren wir, wie etwas aufbricht.</p>
<p class="text-md font-regular leading-&#091;24px&#093; pb-xxs pt-&#091;9px&#093;" dir="ltr">Es gibt auch Menschen, die zusammenkommen und sich angesichts der zunehmenden Krisen fragen:</p>
<blockquote>
<p class="text-md font-regular leading-&#091;24px&#093; pb-xxs pt-&#091;9px&#093;" dir="ltr">Wie lebt es sich gemeinsam?</p>
</blockquote>
<p class="text-md font-regular leading-&#091;24px&#093; pb-xxs pt-&#091;9px&#093;" dir="ltr">Sie sind bereit, diese Frage erlebend zu erforschen, um in die Antwort hineinzuwachsen.</p>
<p class="text-md font-regular leading-&#091;24px&#093; pb-xxs pt-&#091;9px&#093;" dir="ltr">Der Wandel lässt sich nicht aufhalten. In gewissem Maße können wir ihn aber auch nicht <i><em class="italic">machen</em></i>. Wir können uns für ihn öffnen, uns ihm anvertrauen – in einem tiefen Verständnis von „gemeinsam“, nicht als vereinzelte, kämpfende Individuen.</p>

	</div>

	<div style="color:#581341" class="eosb_text_column eosb_content_element " >
			<p class="p1"><span class="eos-font-signature" style="font-size: 14pt;">Das schenkt Vertrauen. </span></p>
<p class="p1"><span class="eos-font-signature" style="font-size: 14pt;">Und es braucht Vertrauen, um ein &#8222;Nichtwissen&#8220; zuzulassen. Vertrauen in das zyklische Leben und in den kreativen Prozess des Emergierens von Neuem, um uns mit lebendigen, lebensdienlichen, nährenden Handlungen in eine mehr-als-menschliche und bedrohten Welt dienlich einzuweben!</span></p>

	</div>

	<div style="color:#581341" class="eosb_text_column eosb_content_element " >
			
	</div>

	<div style="color:#581341" class="eosb_text_column eosb_content_element " >
			<blockquote>
<p class="p1">Der Wald wächst leise, aber unaufhaltsam. Und wir alle sind dazu aufgerufen, in dieses Feld Mensch, das bereits seit vielen Jahrtausenden überlebt hat, Weisheit und Liebe einzuspeisen und damit unseren Beitrag zur Bewahrung der Schöpfung zu leisten. (Hans-Peter Dürr)</p>
</blockquote>

	</div>
<div class="eosb_empty_space  eosb_medium_space"   style="height: 32px" ><span class="eosb_empty_space_inner"></span></div>

	<div style="color:#581341" class="eosb_text_column eosb_content_element " >
			<p class="text-md font-regular leading-&#091;24px&#093; pb-xxs pt-&#091;9px&#093;" dir="ltr"><span style="font-size: 12pt;">Es liegt an jedem Einzelnen von uns, diese Verantwortung zu erkennen und zu übernehmen. Denn nur durch bewusstes Handeln, das sich über das „Angebundensein“ speist, können wir sicherstellen, dass wir die Natur nicht nur schöpferisch gestalten, sondern sie auch für kommende Generationen bewahren.</span></p>
<p class="text-md font-regular leading-&#091;24px&#093; pb-xxs pt-&#091;9px&#093;" dir="ltr"><span style="font-size: 12pt;">Sich mit dem Land und dem Landschaftskörper, auf dem wir leben, zu verbinden, sich wieder zu verbinden mit der inneren und äußeren Natur, ist für mich ein zutiefst spiritueller Weg – und dieser Weg ist not-wendig!</span></p>

	</div>

	<div style="color:#581341" class="eosb_text_column eosb_content_element " >
			<p>©LilianFRITZ2026</p>

	</div>
</div></div></div>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Weit zurück, um zu verstehen&#8230;</title>
		<link>https://www.akt-kunsttherapie.ac.at/weit-zurueck-um-zu-verstehen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Lilian Fritz]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 30 Jan 2026 20:58:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.akt-kunsttherapie.ac.at/new2026/?p=1022</guid>

					<description><![CDATA[]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="eosb_row eos-row-not-full"><div class="eosb_column eosb_column_container padding-top eosb_col-sm-12 eos-col-1 eos-col-partial" ><div class="eosb_column-inner">
	<div style="color:#581341" class="eosb_text_column eosb_content_element " >
			<blockquote>
<div>Unsere Reise zu den Ursprüngen ist</div>
<div>zugleich die Reise in unsere Zukunft. (<i style="font-size: 1rem;">Gerda Weiler)</i></div>
</blockquote>

	</div>
</div></div></div><div class="eosb_row eos-row-not-full"><div class="eosb_column eosb_column_container padding-top eosb_col-sm-12 eos-col-1 eos-col-partial" ><div class="eosb_column-inner">
	<div style="color:#581341" class="eosb_text_column eosb_content_element " >
			<p class="p1">Durch das Abtauchen weit zurück in die Geschichte der Menschheit, wird langsam sichtbar, dass unsere angebliche Normalität dieser Zeit, alles andere als normal ist. Wir leben genau genommen in einem ziemlichen Ausnahmezustand!</p>
<p class="p1">99 Prozent der Geschichte des Menschen, in der wir als mobile Jäger und Sammler, so genannte Wildbeuter, unterwegs waren, hat sich tief in unsere Biologie eingegraben und hat unsere Entwicklung viel mehr geprägt, als heutzutage in den Erzählungen und Reflexionen unserer Geschichte berücksichtigt wird.</p>
<p class="p1">Natürlich geht es hier nicht um eine Glorifizierung einer romantisierten Steinzeit. Die Hinwendung zu dem UR des Menschen in der Welt und in seinem Zusammenleben mit anderen Menschen, und anderen lebendigen Wesen und der lebendigen Landschaft ist ein not-wendiger Prozess der Bewusstwerdung und des Verstehens, ein Prozess der Wieder-Anbindung. <i>Verschmerzen und Trauern werden auf diesem Weg unabdinglich sein!</i></p>
<p class="p2">Die Ökologin und Naturphilosophin Dolores La Chapelle (2003/117) über das Argument, wir können nicht wieder zurückkehren zu den Strukturen von Stammesgesellschaften: „Wir müssen nicht zurückgehen, sondern das wirkliche Menschsein wiederentdecken.“</p>
<blockquote>
<p class="p2"><i>Unsere Zeit braucht am dringlichsten, dass wir Menschen in uns hineinlauschen und dort die Erde weinen hören. (Thich Nhat Hanh)</i></p>
</blockquote>

	</div>

	<div style="color:#581341" class="eosb_text_column eosb_content_element " >
			<p class="p1">Der Mensch hat die Gabe Geschichten zu erzählen und kann so Zusammenhalt erwirken. Mythen haben immer einen Bezug zur Realität des Menschen und wenn wir lernen die alten Märchen und Mythen zu „lesen“ erfahren wir viel über die darunterliegenden, uralten Geschichten, die sich zunehmnd klarer offenbaren, je mehr man sie mit kundigem Blick zu lesen versteht. Dank einiger meiner Mentorinnen und Lehrerinnen, die auf diesem Gebiet Vorreiterinnen sind, habe ich diesen Blick zu schulen gelernt.</p>
<p class="p1">Es geht darum Spuren der Überformung zu erkennen um das darunter liegende zu befreien.</p>
<p class="p1">Die uralten Mythen der Menschen aus unserer vorpatriarchalen Zeit, also vor den Herrschaftssystemen der letzten 4000 Jahre, basieren auf den Beobachtungen des alltäglichen Lebens der Menschen im Rhythmus der Jahreszeiten!</p>
<p class="p1">Diese Mythen sind ernsthafte Berichte über alte spirituelle Bräuche und Ereignisse und tragen entscheidend zu unserem Verständnis jener Zeit bei, in der die Menschen in egalitären Gemeinschaften lebten und eng mit dem großen Ganzen verbunden waren.</p>
<p class="p1">Das Leben wurde als ein umfassender Zyklus betrachtet, ohne klaren Anfang und ohne endgültiges Ende, sondern mit fließenden Übergängen.</p>
<p class="p1">Mythen dienen in der Zeit als Träger kultureller Identität und des kollektiven Gedächtnisses.</p>
<p class="p1">Heute helfen sie uns zu verstehen, wie die Menschen ihre Welt interpretierten und welche Werte sie hochhielten.</p>

	</div>

	<div style="color:#581341" class="eosb_text_column eosb_content_element " >
			<p><span class="eos-font-signature" style="font-size: 24pt;">Die Fähigkeit Geschichten zu erzählen!</span></p>

	</div>

	<div style="color:#581341" class="eosb_text_column eosb_content_element " >
			<p class="p1">Y.N.Harari beschreibt in seinem Bestseller „Sapiens- eine kurze Geschichte der Menschheit“ sehr eindrücklich, dass die Erfolgsgeschichte des Sapiens, die Fähigkeit war, fiktive Geschichten zu erzählen, die eine größere Gruppe von Individuen zusammenzuhalten vermag. Dies war von großer Bedeutung dafür, dass sich der Mensch so erfolgreich über die ganze Welt ausbreiten konnte. Harari bezeichnet dies als die kognitive Revolution.</p>
<p class="p1">Durch gemeinsame Geschichten und Mythen konnten auch größere Gruppen von Menschen gut zusammenleben.</p>
<blockquote>
<p class="p1"><i>Eine große Anzahl von Fremden kann erfolgreich zusammenarbeiten, wenn sie an gemeinsame Mythen glauben. Jede menschliche Zusammenarbeit in großem Maßstab &#8211; ob ein moderner Staat, eine mittelalterliche Kirche, eine antike Stadt oder ein archaischer Stamm &#8211; beruht auf gemeinsamen Mythen, die nur in der kollektiven Vorstellung der Menschen existieren. (Y.N.Harari)</i></p>
</blockquote>
<p class="p1">Die landwirtschaftliche Revolution war nach Harari dagegen nicht, so wie uns lange erzählt wurde, DER bahnbrechende Erfolg in der Geschichte des Menschen</p>
<p class="p1">Es war eher eine mühsame Abfolge von Erfolgen und Misserfolgen. Sehr lange lebten erste Siedler:innen und Wildsammler:innen nebeneinander.</p>
<p class="p1">So stellt Y.N.Harari die These auf, dass es genauer betrachtet der Weizen war, der den Menschen domestiziert hat. Denn Tatsache ist, dass mit der Landwirtschaft sehr vieles für den Sapiens beschwerlicher wurde, während der Weizen sich über die ganze Welt ausbreitete- Dank der harten Arbeit des Menschen.</p>
<p class="p1">M.Shaliens zufolge bedeutet der Einzug der Landwirtschaft den Verlust der ersten Wohlstandsgesellschaft</p>
<p class="p1">Um Zahlen zu nennen: 2,25 Millionen Quadratkilometer sind mit Weizen bedeckt, während dieser noch vor zehntausend Jahren nur eines von vielen Wildgräsern war. Damit das dem Weizen gelingen konnte, tat der Mensch in aller Welt kaum noch etwas anderes als sich von früh bis spät um diese Pflanze zu kümmern, während die Jäger und Sammler davor noch ein vergleichsweise angenehmes Leben hatten- M. Shaliens bezeichnet deswegen diese fürhen Jäger-Sammlerkulturen als die ersten Wohlstandsgesellschaften.</p>
<p class="p1">Harari beschreibt ein ehernes Gesetz der Geschichte der Menschheit, das da lautet, dass ein vermeintlicher Luxus schnell zur Notwendigkeit wird wobe gleichzeitig neue Zwänge erschaffen werden. Sobald wir uns an einen Luxus gewöhnt haben verkommt er zur Selbstverständlichkeit.</p>
<blockquote>
<p class="p1"><i>Eines der wenigen eisernen Gesetze der Geschichte ist, dass Luxusgüter dazu neigen, zu Notwendigkeiten zu werden und neue Verpflichtungen hervorzubringen. (Y.N.Harari)</i></p>
</blockquote>
<p class="p1">Diesen Gedanken finde ich sehr interessant, denn er erklärt mir einiges- haben wir Menschen in der heutigen Zeit trotz Maschinen, die uns den Haushalt und vieles vieles mehr erleichtern, trotz Emails und Handys und all dem ganzen Drumherum mehr Zeit für uns selbst?</p>
<p class="p1">Irgendwie im Gegenteil!</p>

	</div>

	<div style="color:#581341" class="eosb_text_column eosb_content_element " >
			<p><span class="eos-font-signature" style="font-size: 24pt;"><br />
Wer erzählt uns die Geschichte?</span></p>
<p class="p1">Geschichte wird von denjenigen bestimmt, die sie erzählen. Diese Tatsache ist zum Glück mittlerweile kein Geheimnis mehr und so ist es an der Zeit die Geschichtsschreibung auf den Prüfstein zu legen.</p>
<p class="p1">In der Vergangenheit waren es vor allem weiße Männer, Sieger, die vor allem die Geschichte von Männern, den Siegern, erzählt haben. Und sie haben dies immer mit einer bestimmten Absicht gemacht- um die Macht und den Einfluß der herrschenden Gruppe zu sichern.</p>
<p class="p1">Und genau aus dem Grund, wurden wiederum andere Geschichten nicht erzählt oder nicht vollständig oder anders, als man sie hätte erzählen können.</p>
<p class="p1">Wir brauchen nur mal kurz hindenken, was die meisten Menschen für Bilder im Kopf haben, wenn wir an die Steinzeit denken und wie die Menschen zu der Zeit gelebt haben. Dazu kommen noch Filme, die eine verdrehte Realität zeigen und fertig ist das Narrativ.</p>
<p class="p1">Wer von Euch hat denn etwa in der Schule im Geschichtsunterricht von matrilinearen, egalitären Clans gehört, die hier, im Donauraum, lebten?</p>
<p class="p1">Und dann sind da auch noch die vielen Frauen, die als Wissenschaftlerinnen, Erfinderinnen und Künstlerinnen Großes geleistet haben, doch in den Geschichten, die erzählt werden, sind es dann Männer, die dafür Beifall und Anerkennung bekamen. Die Frauen werden dann zu den Musen oder zu den Schülerinnen, zu den Sekretärinnen und Ehefrauen besagter Männer.</p>
<p class="p1">Wenn man einige Geschichten der Geschichte nie erzählt, dann ist es so, als wären sie nicht gewesen. Gleichzeitig aber ist Geschichte immer auch ein Teil unserer Identität.</p>
<p class="p1">Wir erzählen Geschichte, als bestehe sie aus Fakten, wie diese Fakten zustande gekommen sind, fragen wir seltener.</p>
<p class="p2">Materialismus, Reduktionismus, Individualismus und ewiges Wachstum &#8211; diese Grundpfeiler einer gängigen Weltsicht haben uns in eine Sackgasse geführt. Die Geschichte, die uns dazu erzählt wurde, ist mittlerweile zu einem festen Narrativ geworden, das kaum hinterfragt wird.</p>
<p class="p2">Doch es ist nun die Zeit, neue Narrative zu schaffen und alternative Wege zu erkunden.</p>

	</div>

	<div style="color:#581341" class="eosb_text_column eosb_content_element " >
			<p><span class="eos-font-signature" style="font-size: 24pt;"><br />
Unsere ur-alten Geschichten und Mythen</span></p>
<p class="p1">Unsere alten Mythen, wenn man ihre Sprache versteht, wenn man die Überlagerungen und Verdrehungen berücksichtigt und “abschält”, erzählen uns Geschichten von unseren frühen Vorfahren und ihrem zyklisch eingebettet sein!</p>
<blockquote>
<p class="p1"><i>Unsere Reise zu den Ursprüngen ist zugleich die Reise in unsere Zukunft (</i><i></i><i>Gerda Weiler)</i></p>
</blockquote>
<p class="p1">Viele der alten Mythen zeigen Frauen als Schamaninnen, Priesterinnen oder spirituelle oder gesellschaftliche Führerinnen, was darauf hindeutet, dass sie eine zentrale Rolle in den religiösen und spirituellen Praktiken der Gemeinschaften spielten.</p>
<p class="p1">Dabei dürfen wir nie mit unserem “patriarchalem Verständnis” auf diese matrilineare, Matriarchate Gesellschaftsformen schauen. Es geht darin niemals um Frauenherrschaft als Umkehrung der patriarchalen Männerherrschaft!</p>
<p class="p1">Die frühen matrilinearen Gesellschaften waren egalitäre Gesellschaften, die nach dem Mutterrecht lebten. Spiritualität war eingebettet in das alltägliche Leben und nicht davon getrennt.</p>
<p class="p1">Das machen die Funde von Kultgegenständen aus dieser Zeit deutlich, die zumeist rund um die Feuerstelle gefunden wurden. Die Feuerstelle war ebenso Zentrum des Alltags wie auch spirituelles Zentrum! Hier wurden Opfergaben dargebracht und Gebete gesprochen, um für Schutz und Fruchtbarkeit zu bitten.</p>
<p class="p1">Durch die patriarchalen Herrschaftssystemen und deren monotheistischen Religionen wurden sukzessive die spirituellen Praktiken aus dem Alltag herausgenommen, sie wurden formalisiert, was spezialisierte Orte für deren Durchführung erforderlich machte. Diese Veränderung vollzog sich nicht von einem Tag auf den anderen sondern über mehrere Jahrhunderte und oftmals sehr gewaltvoll!</p>
<p class="p1">Und sie veränderte zunehmend die Sicht auf die Welt und die Rolle der Frau!</p>
<p>All diese Überlagerungen als diese zu entlarven und sie abzutragen, ist das Gebot der Zeit. Um zu Verstehen und um zu Erkennen, um wider der Trennung Handlungsräume zu erschaffen. Für eine neue Gesellschaft in egalitärem Zusammenleben und einem lebensdienlichem Miteinander!</p>

	</div>

	<div style="color:#581341" class="eosb_text_column eosb_content_element " >
			<p>©LilianFRITZ2026</p>

	</div>
</div></div></div>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
	</channel>
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